Muckels Tagebuch

aus dem Leben geschrieben

 

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Verfasst von Muckel.

Gedanken sind da

Jeden Tag aufs neue,
so geht es schon lang,
ist das Sinnen groß.Nach der Ferne,
der Freiheit,
des Unterwegs seins.

So wandre ich,
Tag ein Tag aus,
zwischen den Welten.

Das hier,
das Gestern,
das Morgen.

Ungewiss ist es.
Fern ist es.
Traurig ist es.

Gefangen in mir,
Kompromisse
überall.

Schweben,
in Gedanken,
ganz Frei.

Doch diese Zeit,
schön war sie,
vorbei nun.

Errinnerung ist groß,
an das vergangene,
an das schöne.

Und nun?
Hier und jetzt,
gestoppt für immer?

Ist es ein Leben?
Ist es ein vegetieren?
Bin ich es?

Fremd bin ich.
Fremd der Freunde,
fremd mir selbst.

Doch bleibt es so?
Wer weiß das schon?
Was wird morgen sein?

Vergessen,
es ist so schwer
für mich.

Doch sehr schnell
Vergessen
die Freunde

und Fragen nur,
willst du nicht?
Ach komm schon!

Verstehen
ist schwer
für alle.

Doch quält es.
Ich würd so gern,
doch geht es nicht.

Grau der Tag,
die Gedanken,
die Gewissheit.

Tiefer falle ich.
Kein Boden ist da,
kein halt.

So sinke ich,
tiefer und
immer tiefer.

Wann?
Nur wann
ist es vorbei?

Heute?
Morgen?
Nie?

Selbstzweifel,
nur diese Zeit?
Für immer?

Nur Illusion?
Wahrheit?
Ungewiss!

Kämpfen?
Na klar!
Keine kraft mehr.

Vorbei?
Ein Ende.
Nur wann?

[Gedanken in Hildesheim am 5.November 2005.]
Daten: Verfasst von Muckel, am 4. Mai 2010, um 6:58 Uhr.
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Verfasst von Muckel.

Sehnsucht

Allein liege ich in dem dunklen Zimmer. Durch das Fenster sehe ich den hellen, vollen Mond und die Bäume, die durch sein Licht zu sehen sind. Die Äste wiegen sich im Wind doch ich spüre ihn nicht. Gegen die scheibe prasselt der starke Regen und so dunkel wie es durch die Wolken wird, so groß wird die Sehnsucht in mir.

Diese Sucht nach dem draußen, nach dem Wind, nach dem Regen, der Kälte. “Hitz und Kälte gerbt die Haut”? heißt es in einem Lied und diese Zeile kommt mir gerade in den Sinn. Wie war es doch noch im Sommer 200? Zwei Wochen lang im Regen gewandert, geschlafen, gekocht. Und keinen hat es gestört. Oder wie war es noch bei dem einen Herbstlager? Gefrohren haben wir Nachts in der Kothe, als das Feuer erloschen war und der Frost langsam aber stetig immer näher kam. Wir haben den minus Graden getrozt und sind geblieben – draußen.

Doch jetzt liege ich hier, in meinen Bett und drehe die Heizung höher, wenn es draußen stürmt und regnet. Doch wieso bin ich hier und nicht Unterwegs? Selbstzweifel kommen über mich. Ich bin eine Geisel meines eigenen Körpers. Ich versuche die Augen zu schließen, doch da ist sie wieder, diese Sehnsucht.

Lasst euch nicht aufhalten, zieht hinaus in die Welt. Geht auf Lager, auf Fahrten! Geniest diese Zeit!
Muckel

[Geschrieben am 23. Oktober 2005]

Daten: Verfasst von Muckel, am 4. Mai 2010, um 6:57 Uhr.
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Verfasst von Muckel.

Gedanken zur Zeit

Zeit ist Raum, Raum ist Zeit.
Viel wahrgenommen auch,
verflogen wie Schall und Rauch,
kaum gemerkt, verflossen gleich,
Raum ist Zeit und Zeit ist Raum.

vergessene Zeit – germerkte Zeit
verflogene Zeit – erschienene Zeit
verlorene Zeit – gewonnene Zeit
vergangene Zeit – eingeholte Zeit

Zeit ist die unwirklichkeit.
So nah bei uns ~ in uns.
Und doch so fern von uns.
Zeit ist so unwirklich gleich.

[enststanden auf der Trifels 2005]

Daten: Verfasst von Muckel, am 4. Mai 2010, um 6:56 Uhr.
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Verfasst von Muckel.

Gedanken in mir

Ich schaue den Hang hinunter und erblicke dieses schwarze Tuch, welches schon so oft zu unserem zu Hause wurde. Aus der Öffnung steigt der wohlriechende Rauch auf und meine Ohren fangen den Klang der Stimmen und Gitarren ein, welche zusammen die alten Lieder erklingen lassen.

Ich sitze einfach da und schaue weiter hinab in den Lagergrund. Ich bin wie in Trance. Langsam bewege ich mich und begebe mich auf den kleinen Pfad, der hinab zum Lager führt. Ich komme an und stehe am Feuer. Der Regen, der meine Haut berührt, stört mich nicht, denn ich bin wieder Unterwegs. Die schwarze Plane weht zur Seite und im Schein des Feuers er blickte ich die Gefährten, die zu Freunden wurden. Sie sitzen da und ich setzte mich hinzu. Ein Becher mit feurigem Tschai macht die Runde. Eine Gitarre erklingt, Mandoline und Flöte setzten ein. Ein altes Lied wird gesungen und, es könnte nicht besser sein, nehme ich eine Zeile war: “Mein Leben sei ein Fahren zu allen enden dieser Welt. Doch das ist ein Traum.

[Entstanden auf der Trifels 2005]

Daten: Verfasst von Muckel, am 4. Mai 2010, um 6:55 Uhr.
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Verfasst von Muckel.

gelungener Abend

Gelungener Abend
bei Gitarrenspiel,
Sang und Tschai zugebracht
ist nun vorrüber und vorbei.

[Entstanden auf der Trifels 2005]

Daten: Verfasst von Muckel, am 4. Mai 2010, um 6:54 Uhr.
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