Wie bereits erwähnt, habe ich in der letzten Arbeitswoche mein Abschlussprojekt geplant und den Antrag für die Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK Hannover) ausgefüllt, so dass jener nach unserer Weihnachtspflichtheimfahrt (=Urlaub/Ferien) an die IHK-Hannover geschickt werden kann, die dem Antrag dann hoffentlich zustimmen – doch da mein Ausbilder in den letzten Jahren keine ablehnung erhalten hat, bin ich sehr optimistisch. Den Antrag als solchen möchte ich hier nicht veröffentlichen, da ich nicht ohne Genehmigung das Formular der IHK-Hannover verwenden möchte. Wer aber wissen möchte, wie so ein Antrag ausschaut, kann auf der Internetseite der IHK-Hannover schauen, die dort einmal ein PDF-Dokument und eine MS-Word-Dokument hinterlegt haben.
Doch auch wenn man einen Antrag hat, den man “nur” ausfüllen brauch, so muss man sein Projekt noch in Worte fassen. Da ich jenes selbstständig gemacht habe, kann ich euch auch daran teilhaben lassen. Doch zuvor ein paar Worte zum Hintergrund dieses Projektes. Die Grundzüge von meinem Abschlussprojekt gab es schon einmal. Doch der Kollege konnte das Projekt damals nicht positiv abschließen, da der neue Industie-PC einen defekt hatte und als Garantiefall zurück geschickt werden musste. Er hatte dann zwar einen anderen PC eingesetzt, doch es gab ein weiteres Problem – die Steckerbelegung der vorhandenen seriellen Datenleitung war nicht bekannt und auch die Belegung der Stecker war nicht bekannt, was zur Folge hatte, das er das Projekt in den 35 Stunden nicht abschließen konnte. Einen Nachteil hatte es für ihn nicht, da er alle Schritte ordnungsgemäß dokumentierte. Daher hat mein Projekt ein anderen Schwerpunkt: denn ich soll auf jedenfall die kommunikation zwischen den Maschienen sicherstellen und kann/muss daher zum Beispiel die vorhandene Belegung der Stecker und der Datenleitung durchmessen.
Positiv ist für mich, dass der Industrie-PC vorhanden ist und daher kein Fehler wie bei dem “alten” Projekt zuerwarten sind. Auch ist das neue Patchkabel bereits verlegt, so dass weniger handwerkliche Arbeit auf mich zukommen dürfte. Es bleibt lediglich das Löten der Stecker, das anbringen des “Seriellen-Ethernet-LAN-Umsetzer” mit seinem Schutzgehäuse und das abbauen der Umschaltboxen übrig. Doch obwohl dies recht wenig ist, im vergleich zu anderen Abschlussprojekten, habe ich bedenken, wie dies auf meinen Körper wirken wird – doch meine Gedanken dazu habe ich an anderer Stelle bereits beschrieben.
Aber nun erstmal von Anfang an. Meine Ausbildung mache ich in einem Berufsbildungswerk. Neben unserer Elektroausbildung gibt es in der Einrichtung noch weitere Ausbildungsbereiche. So gibt es unter anderem die kaufmännische Ausbildung, den Hauswirtschaftsbereich, die Beiköche, die technischen Zeichner und den Metallbereich. In dem Metallbereich gibt es verschiedene Geräte zur Metallbearbeitung, so auch 6 CNC-/DNC-Maschinen, mit denen unter anderem Fräßarbeiten durchgeführt werden können.
Diese Geräte sind aktuell über drei handbetriebene Umschaltboxen mit zwei Computern über eine serielle Datenleitung verbunden. Auch gibt es in diesem “Verbund” noch einen Lochstreifenleser- / -stanzer. Die vorhandenen PCs sind recht alt und sollen durch ein neues Gerät ersetzt werden. Der neue PC hat ein besonderes Industrie-Motherboard und die Möglichkeit am Motherboard eine CF-Speicherkarte in betrieb zu nehmen, die wiederum zur Datensicherung genutzt werden soll. Bei der Einrichtung dieses neuen PCs muss man darauf achten, dass eine Softwarelösung zur ansteuerung der CNC- / DNC-Maschinen eine ISA-Steckkarte benötigt. Da diese Software für Windows 98 ausgelegt ist, muss eventuell eine Virtuele Maschine eingerichtet werden und da übrige Betriebssystem muss evtl. durch Skript-Dateien angepasst werden. Die alten Umschaltboxen sind abzubauen und durch den neuen Seriellen-Ethernet-LAN-Umsetzer zu ersetzten. Der Umsetzter soll die Signale der CNC- / DNC-Maschinen entgegen nehmen und durch das vorhandene Patchkabel an den neuen PC übergeben. Dabei ist auf die vorhandene Belegung der Stecker zu achten, da die sechs CNC- / DNC-Maschinen einen 25poligen Stecker haben und auf der PC-Seite ein 9poliger Stecker (COM-Schnittstelle) benötigt wird. Um dies richtig umzusetzten muss vorraussichtlich die vorhandene serielle Datenleitung durchgemessen werden.
Wie die vorhandene Installation ausschaut und wie es hinterher sein soll, kann man den folgenden beiden Bildern entnehmen:
Das Projekt muss ich mit der notwendigen Dokumentation in 35 Stunden druchführen. Der geplante Zeitplan schaut bis lang so aus:
| Beschreibung | Geplant | Benötigt |
|---|---|---|
| (Zeitangaben in Stunden) | ||
| Kundengespräch und Besichtigung der Werkstatt | 1,00 | 0,00 |
| Netzwerk- und Installationsplan erstellen | 1,00 | 0,00 |
| Materialbeschaffung | 1,00 | 0,00 |
| Installations- und Aufbauarbeiten | 19,00 | 0,00 |
| Qualitäts- und Funktionskontrolle | 1,00 | 0,00 |
| Projektübergabe und Einweisung | 1,00 | 0,00 |
| Dokumentation | 11,00 | 0,00 |
| Gesamtzeit | 35,00 | 35,00 |
Bis zu dem Projekt muss ich mich nun also mit der seriellen Schnittstelle auseinander setzten und mir die Theorie zu dieser Thematik bei bringen. Auch wie man über diese Schnittstelle einen einfach Text wie zum Beispiel “Hallo Welt” versenden kann – denn bevor die Maschinen daran gehen, muss ich ja testen, ob die Datenleitung an sich in Ordnung ist. Dies werde ich wohl unter zur Hilfe nahme eines zweiten PCs oder eines Laptops machen, um dann zum Beispiel zwischen beiden Geräten (PC und Laptop) eine Nachricht zu verschicken.
Werde hier natürlich weiterhin berichten, wie das alles so klappt und funktioniert. Für Tipps bin ich natürlich auch immer zu haben















