Muckels Tagebuch

aus dem Leben geschrieben

 
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Verfasst von Muckel.

ständiges erklären und rechtfertigen…

schon der gestrige Tag war nicht meiner… Vor einigen Tagen haben wir Bewerbungsunterlagen schreiben müssen, die dann die Ausbildungsbegleiterin haben wollte. Gestern rief sie an und wir sollten jene dann mit ihr besprechen. An meinen Unterlagen hatte sie nicht wirklich was auszusetzten, mit Ausnahme das man die Eltern wohl heute nicht mehr aufführt und das man nun mit dem neusten beginnt und mit dem ältesten endet. Doch das war nicht das Problem.

Am Ende des “besprechens” erzählte sie mir dann noch, dass die Dame die für die Integration zuständig ist mit uns zu einem Betrieb fahren möchte um dort ein Bewerbungsgespräch zu führen. Und wieder einmal musste ich mich erklären und rechtfertigen, wieso das für mich nicht in Frage kommt und wie meine derzeitige Situation aussieht. Doch das hatte ich schon getan, sowohl unserer »Ausbildungsbegleiterin« gegenüber, als auch der »Integrationsbeauftragten«. Aber nein, sie müssen sich ja nicht merken, wie es ihren “Kunden” geht und wie Situation ist…

…Es ist für einen ja auch so gut, wenn man sich täglich daran errinnern muss, dass man in einigen Wochen vom Staat leben muss und somit ein leben am Rand unserer Gesellschaft bevorsteht. Auch ist die Errinnerung daran, dass es einem körperlich immer schlechter geht und man auf kurz oder lang auf Pflege und einen Rollstuhl angewiesen ist sehr aufbauend.

Bewusst musste ich mich sowohl mit meiner »zukünftigen Situation« als auch mit »meinen Einschränkungen« auseinandersetzten, damit ich bei den Terminen die anstehen nichts vergesse und damit ich dort sachlich beschreiben kann, wie meine Situation ist. Das alles ist nicht gerade aufbauend und veranlasst einen nicht zu freuden sprünge und leider ist es seit dem so, dass mich diese mieße Thematik nicht los lässt.

Dafür das eben Termine anstehen (SoVD, VdK, Rententräger) kann niemand etwas, doch die Einrichtung in der ich mich befinde könnte es doch endlich mal begreifen, wie mein körperlicher Status ist oder ist das zuviel verlangt? Nicht genug dass die “Büro Damen” das nicht mehr auf den Schirm hatten, auch der ärztliche Dienst wollte es heute nochmal hören. Und jedes mal wieder muss ich mich rechtfertigen und begründen, denn bei mir ist es keine psychische Ursache die dazu führt, dass ich zurzeit neben der Ausbildung nichts mehr machen kann. Und gerade für jene ist es nicht förderlich, wenn man wie im Moment wohl täglich seinen Zustand erklären, rechtfertigen und begründen darf. Ist es nicht ein deutliches Zeichen, dass ich morgens zur Ausbildung gehe, versuche die acht Stunden durch zu ziehen, danach dusche und ins Bett falle?

Andere schaffen es ja nicht mal pünktlich auf der Arbeit zu sein, da das abendliche Feiern ihnen wichtiger ist und selbst wenn jene da sind, ist ihnen das zocken am PC wichtiger als etwas für die Abschluss- oder Zwischenprüfung zutun. Gut, so lange sie dabei ruhig sind und mich in Ruhe lassen, soll es mir egal sein, aber heute meinten sie, dass es notwendig sei sich durch den gesamten Raum zu unterhalten. Für mich, der eh schon probleme mit der Konzentration hat, ist das alles andere als gut.

Frust? Vielleicht. Unverständnis für manches Verhalten hier? Auf jedenfall. Unzufrieden mit den Umständen? Ja!

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