Muckels Tagebuch

aus dem Leben geschrieben

 
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Verfasst von Muckel.

Steh auf wenn Du am Boden bist

Den Text dieses Liedes kann man auf der Homepage der Toten Hosen lesen.

Woher soll man die Kraft, den Mut und den Willen nehmen?
Was für einen Sinn hat das Kämpfen, wenn man doch nur alleine in der Welt dasteht?
Wieso soll man für eine Ausbildung kämpfen, wenn man am Ende doch nur am Sozialen Abgrund unserer Gesellschaft stehen wird?

Vielleicht gibt die Band oder irgendjemand anderes noch Antworten zu dieser Thematik.

Daten: Verfasst von Muckel, am 3. Mai 2010, um 12:37 Uhr.
Abgelegt unter: Lyrisches, Zitate
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Kommentare: Es wurden 2 Kommentare geschrieben.

Kommentare und Reaktionen

Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Artikel.

  1. Janika sagt:

    Woher soll man die Kraft, den Mut und den Willen nehmen?

    Aus dir selbst, aus der Natur, der Umwelt, aus den Menschen, die dich nicht allein lassen. Aus dem, was du hast, auch wenn du krank bist.
    Es gibt Leute, die sind weniger schlimm dran als du.
    Es gibt Leute, die noch schlimmer dran sind als du.

    Aber all diesen Leuten wurde das Leben gegeben und das Leben ist es wert, gelebt zu werden. Viel zu viele sind zu früh gestorben, obwohl sie noch so viel vor sich hatten.

    Du hast einen Platz in der Welt – du gehörst hier hin. Jedes Leben hat irgendeinen Sinn, auch wenn du ihn vor lauter Schmerzen und Problemen vllt grad nicht siehst…

    Was für einen Sinn hat das Kämpfen, wenn man doch nur alleine in der Welt dasteht?

    Ich gehör nun nicht zu deinen engsten Freunden oder deiner Familie, aber wenn ich mir vorstelle, meine beste Freundin wäre in deiner Lage und hätte dies geschrieben, ich würde mich sehr traurig fühlen. Du hast geschrieben, du hast Leute, die mit dir in diese eine kleine Kneipe fahren. Vielleicht nicht jeden Tag, aber sie sind für dich da. Es ist unfair zu schreiben, du wärst allein, solange es noch Leute gibt, die sich für dich interessieren, die deinen Blog lesen, die dich abholen, um mit dir auszugehen und dich wieder nach Hause bringen, wenn’s dir nicht gut geht.

    Wieso soll man für eine Ausbildung kämpfen, wenn man am Ende doch nur am Sozialen Abgrund unserer Gesellschaft stehen wird?

    Damit man nicht vorher schon am sozialen Abgrund steht und sich um irgendwas gekümmert hat. Und weil der Mensch Input braucht. Und weil du gut auf deinem Gebiet bist.

    “Halt durch, schmeiß nicht alles hin.”

    Liebe Grüße und eine schöne Woche :)

    Janika

  2. muckel sagt:

    Hallo Janika,

    kann Dir leider erst heute Antworten, da wir die letzten Tage im Berufsbildungswerk mal wieder kein Internet hatten. (Die betreuende IT-Firma hat nun wohl endlich einen extra Server für das Azubi-Netz aufgebaut, doch durch diese Änderung konnte ich eben nicht mehr auf das Netz zugreifen, welches wir von der Ausbildung her haben, wodurch auch mein Internet weg war.) Da ich aber seit diesem Pflichtheimfahrtswochenende in meinen “Urlaub” gegangen bin und ich vorher ja eine Möglichkeit zum surgen hatte, war es nicht Möglich, mir noch einen Zugang zum Internet zu holen – denn jene kosten auf der einen Seite 5 pro Monat und werden auch nur Monatsweise rausgegeben. Aber nun bin ich ja bei meinen Eltern und habe dort Internet. Aber dies nur am Rande.

    Du hast geschrieben, dass Du nicht zu meinen engsten Freunden gehörst, dies mag vielleicht stimmen, da wir uns bislang nur über’s Forum, E-Mail und Messenger kennen. Doch trotzdem bist Du die Person, zu der ich im Moment am meisten Kontakt habe. Danach folgen “nur” die folgenden Kontakte:

    * Danach folgt meine Physiotherapeutin, die ich zweimal in der Woche sehe und mich dort auch austauschen kann.
    * Dann gibt es meinen Ausbilder und die Kollegen im Betrieb, die ich zwar jeden Werktag sehe, doch da ist der Austausch eben recht Oberflächlich und meistens nur auf die Arbeit bezogen.
    * Dann kommen meinen Eltern, mit denne ich ein oder zweimal die Woche telefoniere oder eben dann, wenn irgendetwas geschehen ist.
    * Mit Maja habe ich ab und an Kontakt über elektronische Medien (SMS, E-Mail) und wir versuchen uns halt zu sehen/treffen, wenn ich wieder in Salzgitter bin. Doch wie oft dies klappt ist unterschiedlich, da es einmal von meinem Körper abhängt und einmal auch wie es Zeitlich dazu passt, da sie Schicht arbeiten muss.
    * Mit DreJu hatte ich den letzten Kontakt Anfang Oktober. Seit dem ist er im Abi-Stress und die Eishockey-Saison ging wieder los, wo er eben sehr viel pfeiffen muss, da er das Geld für sein Auslandjahr benötigt. Ab und an war er zwar im Messenger online, doch hatte er nicht die Zeit auf meine Nachricht(en) zu antworten.
    * Mindestens einmal im Quartal kommt dann noch der Kontakt zu meinen Fachärzten und den Angestelten, die zum Beispiel an der Anmeldung sitzen, das Labor machen oder ähnliches.

    Die Frage ist halt, wie man allein sein definiert. Früher hatte ich jeden Tag Kontakt zu anderen. Entweder weil ich weg gehen konnte und somit im Stamm oder woanders aktiv war, Bekannte getroffen habe oder ähnliches. Selbst wenn ich früher nicht weg war, war dann noch der Kontakt zu den Bekannten via E-Mail oder Messenger da. Doch all jenes gibt es nicht mehr. Weg gehen kann ich eben nicht mehr und da ich bis auf meine sch* Ausbildung und der Krankheits nichts mehr erlebe, was andere interessiert und/oder was einen verbunden hat, gibt es auch den Austausch nicht mehr.

    Auch wüsste ich niemanden, den ich zum Beispiel anrufen könnte, wenn ich einfach mal jemanden zum zuhören bräuchte. Für Marc und Maja ist es zu viel. DreJu ist so viel unterwegs, dass man ihn kaum erreicht. Meine Physiotherapeutin hat selbst Probleme, so dass ich sie nicht noch in ihrer Freizeit belasten möchte bzw. belasten kann.

    Ja, Du hast mir zum Beispiel gesagt, dass ich mich jeder Zeit melden könnte, doch das schreiben über Messenger oder E-Mail ersetzt eben nicht auf dauer den direkten Kontakt. In deinem Blog konnte man ja lesen, dass Du ab und an besucht bekommen hast – in den nun 2,5 Jahren hier in Hannover habe ich bislang nur einmal Besuch bekommen. Sylvia war da eben auf dem Rückweg von Ihrer Mongolei-Fahrt und konnte daher einen kleinen Zwischenstopp in Hannover einlegen. Mit Übernachtung wäre es halt schwierig, aber eben nicht unmöglich, da man zur Not ja noch auf Salzgitter ausweichen könnte.

    Aber so ist das eben. Muss nun Anfangen etwas zu kochen. Wünsch Dir ein schönes Wochenende und falls wir uns vorher nicht mehr lesen/schreiben ein schönes Weihnachtsfest!
    Liebe Grüße,
    Muckel

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Vielen Dank für dein Verständnis,
Muckel (Tobias)

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