Muckels Tagebuch

aus dem Leben geschrieben

 

Artikel zum Schlagwort eigene Texte

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Verfasst von Muckel.

was macht das »LEBEN« aus?

wie man meinem kleinen Blog entnehmen kann, ist mein sogenanntes »Leben« zur Zeit alles andere als leicht. Um das Positive daran mal wieder finden zu können, bin ich auf die Frage gestoßen, was »Leben« überhaupt ausmacht.

In der deutschen Wikipedia wird »Leben« so beschrieben:

Leben ist eine Eigenschaft, die Lebewesen von unbelebter Materie unterscheidet. Wesentliche Merkmale für Leben sind: Es ist in der Lage sich fortzupflanzen (in einer über eine bloße Kopie hinausgehenden Form der Evolution), es hat einen Stoffwechsel und es bildet nach außen abgeschlossene Gebilde.(…)

Ähnlich nüchtern, wissenschaftlich klingen auch andere Erklärungen, die zum Beispiel in unterschiedlichen Lexika zu finden sind. Diesem eher Wissenschaftlich geprägten Definitionen steht das gegenüber, was die verschiedenen Glaubensrichtungen als »Leben« bezeichnen.

Zudem hat noch jeder von uns eine andere Definition, Erklärung, Meinung, Sichtweise usw. dazu. Entstanden ist eine kleine “MindMap”, die ich gerne mit euren “Punkten” weiter führen würde, weshalb ich euch bitte, dass ihr mir als Kommentar eure spontanen Einfälle mitteilt.

Doch bis es soweit ist, erstmal der erste “Entwurf” meiner MindMap:
Leider kann ich die MindMap nicht online bearbeiten, weshalb ich nun eine Liste führe, die ich mit euren Gedanken, Definitionen, usw. erweitern möchte:

  • Bedürfnisse
    • angenommen werden
    • Erholung
    • Freunde treffen
    • geliebt werden
    • Hobby nachgehen können
    • kuscheln dürfen
    • mit Freunden sich austauschen können
    • schlafen können
    • zur Ruhe kommen dürfen
  • Funktionen (des Körpers)
    • Atmung
    • Bewegung
      • beugen
      • gehen
      • laufen
      • liegen
      • rennen
      • sitzen
      • stehen
      • strecken
    • Fühlen
    • halten, heben, greifen, festhalten
    • Hören
    • Kraft
    • Riechen
    • Schmecken
    • Sehen
  • Gefühle, Emotionen
    • Angst
    • Einsamkeit
    • Fernweh
    • Freude
    • Geniessen können
    • Glück
    • Heimweh
    • Hoffnung
    • lachen / Lachen können
    • Sehnsucht
    • Traurigkeit / traurig sein dürfen
    • wütend sein / wütend sein dürfen
    • Zuversicht
  • Glaube
  • Liebe
  • Ruhe, Entspannung
  • Sonstiges
    • basteln
    • helfen können
    • lesen
    • Musik
      • hören
      • selber machen
    • schreiben
      • Erlebnisse
      • Gedanken
      • Gefühle
      • uvm.
  • soziale Kontakte
    • Bekannte
    • Familie
    • Freunde
    • Kollegen
    • Nachbarn
    • Verwandtschaft
  • Stress, Anspannung, aktiv sein
  • Zufriedenheit

So, was fällt euch noch zu der Thematik »Leben«, »lebenswert« ein? Was ist euch wichtig, was macht euer Leben lebenswert?

Auch an anderer Stelle habe ich diese Frage gestellt und bin recht froh, dass es besonders in einem Rheuma-Forum sehr gutes Feedback gab:

Daten: Verfasst von Muckel, am 8. August 2010, um 20:00 Uhr.
Abgelegt unter: Gedanken, Rheuma
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Verfasst von Muckel.

Gedanken in der Nacht

Durch die Fenster über mir ist kein Stern am nächtlichen Himmel zu sehen.
Klänge von harter Musik dringen durch die Wände,
unterbrochen von Türen die zufallen und lauten, aber unverständnlichen Stimmen.

So sieht mein Abend aus,
allein, im Bett, im düstren, erdrückendem Internatszimmer.

Der Körper würde gerne abschalten.
Die Kine und Beine schmerzen stärker als sonst,
doch nach der Belastung war dies zuerwarten.

Der Kopf ist voller ungeordneter Gedanken,
die keine Antworten, keine Erklärungen oder ähnliches finden.

Gerne wäre ich jetzt nicht alleine.
Vielleicht etwas reden, etwas ablenkung
oder einfach nur spüren, dass man nicht alleine ist.

Doch ich weiß nicht mal, wen ich in den »schweren Momenten« anrufen könnte.
Die, die mir sagte ich könnte jeder Zeit anrufen, kann ich wohl kaum mitten in der Nacht anrufen.
Wir kennen uns ja kaum und zu dem habe ich die Befürchtung, dass ich sie überlasten würde.
Ja, sie verneint dies, doch leider habe ich es bis jetzt immer anders erfahren.
Und wir kennen uns schließlich auch nur aus “besseren Zeiten”,
wo ich noch aktiv und voller Lebensfreude war.

Somit bin ich wieder alleine.
Diesesmal nicht ausgegrenzt von der Drofjugend oder den Klassenkammeraden,
dafür von der Gesundheit, dem Körper, der nicht nur die Sorgen verursacht,
sondern auch verhindert, dass ich “weg” gehen kann,
Ablenkung, Gespräche und Kontakte finde.

Früher hatte ich wenigstens noch die Natur,
den Wald, die Wiesen, die Schafe um mich herum,
doch so etwas ist in diesem dunklen, kalten, betonierten Umfeld nicht zu finden.

Hoffnung, Zuversicht, Mut, Kraft, Lebensfreude
woher soll man jene beziehen,
wenn selbst die Alternativen der Alternativen wegbrechen,
man nur noch durch die Krankheit existiert,
da es nichts mehr gibt, wo man sie nicht merkt?
Ja wenn selbst das normale Atmen, das sitzen, das liegen
nicht mehr ohne Probleme klappt?

Wie soll man sich noch »positive Momente« schaffen,
von denen die Schulungen und die “schlauen Leute” sprechen?
Das klappt ‘ne Zeitlang, so lange man noch Momente findet,
die einen ablenken oder die noch ohne Einschränkungen sind,
doch was, wenn es diese Momente nicht mehr gibt?

Über das “aufgeben” darf man nicht mal nachdenken.
Von allen Seiten gibt es nur noch durchhalte Parolen zuhören.
Doch wie man jene umsetzten kann, wird einem nicht gesagt.

“Woher soll der Mut für morgen kommen,
wenn ich ihn mir gar nicht denken kann;
gegen nichts vermag ich mich zu wehren,
denn seit Langem leb’ ich ganz im Leeren,
und ich streif’ nur an den Möbeln an.”

(Und an alle die eine andere Meinung haben:
nur weil man ab und an “schwache” Momente hat oder einfach kein Ziel, Sinn mehr sieht,
hat man noch lange keine Depression – denn auch solche Momente stehen einem zu,
so lange sie nicht dauerhaft anhalten und in sehr kurzen Abständen auftrehten.)

Daten: Verfasst von Muckel, am 4. Mai 2010, um 9:44 Uhr.
Abgelegt unter: Gedanken
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Verfasst von Muckel.

Hoffnung, Zuversicht

“Hoffnung ist eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung
gepaart mit einer positiven Erwartungshaltung,

dass etwas Wünschenswertes in der Zukunft eintritt,
ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht.”

Doch wie lange hofft man? Gibt es Punkte an denen die Hoffnung nicht mehr existiert oder fehlt sie nur im Bewusstsein und man handelt instinktiv immer noch nach ihr, da man denkt, dass sich etwas besseres ergibt oder eine Änderung eintritt? Ich weiß es nicht und ich weiß nicht mal, ob ich selbst noch eine positive verbesserung glaube.

Und trotzdem war ich heute wiedereinmal bei meinem Rheumatologen. Habe mir wieder eine Flüssigkeit in meinen Blutkreislauf geben lassen, von der ich nichtmal richtig verstehe, was sie eigentlich macht. Ja, es wurde mir erklärt, doch nachvollzieh bar ist es doch nicht für jemanden, der nicht gerade Medizin oder Chemie studiert hat. Es war die dritte Infusion dieses Medikamentes, welches nun schon seit Dezember in meinem Körper ist.

“Eigentlich hatte ich gehofft, dass es Ihnen besser geht.” waren die Worte meines Arztes, der nicht wirklich weiß, was er von der Situation halten soll. Seiner “vorzeige Patientin” ging es nach der ersten Infusion besser, die anderen spürten wenigstens Kleinigkeiten, doch ich merke bis lang nichts positives. Ganz im Gegenteil – meine negativen Erfahrungen mit den Auswirkungen dieser Erkrankung werden in den letzten Wochen massiv schlechter, was an den Einschränkungen liegt.

In vier Wochen habe ich wieder einen Termin um die nächste Infusion zu behalten. Doch bewusst dafür habe ich mich dieses mal nicht entschieden. Es ist eher der “maschienelle Ablauf”: kurzes Gespräch, Blutabnahme, Infusion, Pflaster, nächsten Termin, auf Wiedersehen. Doch soll es das wirklich sein? Sollte ein Medikament was so teuer ist nicht zumindes minimale verbesserungen zeigen? Das Hände weniger geschwollen ist, man mehr Kraft hat, die Schmerzen zurück gehen oder zumindest minimal die Leistungsfähigkeit steigt? Nichtmal ansatzweise ist davon etwas wahrzunehmen.

Von allen Seiten hört man nur Durchhalteparollen. Schwäche darf man in unserer Gesellschaft wohl nicht zeigen. Tiere werden erlöst, doch uns Menschen gönnt man nicht mal die nötige Ruhe um all das zu verdauen. Schlimm war es vor einigen Wochen noch für viele Menschen, als ein Fußballspieler einen endgültigen Schritt gegangen ist, doch für uns “Otto Normal Verbraucher” gibt es nicht mal vernüftige Gesprächsangebote. Meinen Glauben an die Kirche habe ich nicht mehr und Psychologen hatten bis lang kein Interesse daran, einfach nur mal zuzuhören. Für die, die noch geblieben sind, ist eine zu große Belastung oder sie sind nur über elektronische Wege zu erreichen, was leider kein Gespräch von Angesicht zu Angesicht ersetzt. Wo ist die tröstende Hand auf der Schulter die einem Mut zu spricht? Wo sind die Freunde, die einfach da sind und einem durch Ihre Anwesenheit Kraft spenden?

Der Bits und Bytes sind viele geschrieben, ob in diesem Blog, im Foren oder über Messenger, doch weiter bringt es mich nicht. Erzählt man seine Probleme heißt es häufig, man sehe alles zu düster oder man sollte positiv denken. Doch welchen Anlass hat man dazu? Was veranlasst einen zu glauben, dass es ein gutes Ende geben wird?

Seit dem Ende des “Weihnachtsurlaubes” funktioniere ich nur noch. Aufstehen, runter in die Ausbildung gehen, am Nachmittag wieder hoch, duschen und hinlegen bis es von vorne los geht. Unterbrochen ist dieser Rhytmus nur von den “Arbeitsfreien Tagen”, an denen ich noch mehr liege um für den nächsten “Start” wieder Kraft zusammeln. Ein Leben wie ein Roboter und wozu? Um am Ende vielleicht einige Monate eher vom Staat und nicht mehr von den Eltern zu leben…

Eine Antwort auf das »Warum« oder nach dem »Sinn« dahinter gibt es wohl nicht. Auch kann mir niemand sagen, weshalb man all das noch durchstehen soll. Die Aussicht für die Zukunft: leben vom Staat am Sozialen (Ab)-Rand unserer Gesellschaft und auf kurz oder lang ein Leben, welches von dem Ablauf des Pflegedienstes geprägt sein wird. Das ist keine Prognose für einen Kranken Rentner, sondern die für einen fast 24 Jährigen jungen Mann der eigentlich noch einiges vom Leben erleben wollte.

Wirr sind die Gedanken und sie sind in keiner Bahn gelenkt – wie auch, wenn man alleine mit ihnen ist?! Bin noch »ich« es oder ist das nur noch das Ergebnis der unzähligen Medikamenten, der permanennten Einschränkungen und Schmerzen? Die Familie und Verwandschaft sagt, dass man ich mich verändert hätte, doch ist das wirklich verwunderlich? Gerne würde ich eine Nacht und das »Grübeln« einschlafen und einen Tag ohne Schmerzen erleben um die “Akkus” wieder auf zu laden… Doch wie wahrscheinlich ist das schon?

Gute Nacht!

Daten: Verfasst von Muckel, am 4. Mai 2010, um 9:18 Uhr.
Abgelegt unter: Gedanken
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Verfasst von Muckel.

Gedanken am Abend

Dunkel ist der Abend
der Rauch der befeuerten Kamine
vermittelt ein wohles, warmes Gefühl
in dieser kalten Nacht.

Warten.
Auf dem Weg ins Charlottchen erste Gespräche.
Doch es ist der falsche Ort zur richtigen Zeit

Die Trifels ist fern und doch ganz nah.
Die Gedanken kreisen hin und her.
Zwischen dem heute und der Vergangenheit.

Daten: Verfasst von Muckel, am 4. Mai 2010, um 7:11 Uhr.
Abgelegt unter: Lyrisches, eigene Texte
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Verfasst von Muckel.

Gedanken zum Leben

am vergangenem Mittwoch war ich im International Neuroscience Institute (INI), da dort ein MRT von mir gemacht wurde. Der Grund für das MRT war, dass zurzeit keine Medikation gegen das Rheuma anschlägt bzw. ich trotzdem noch schmerzen habe. Leider zeigte sich dabei, dass die Gelenke mehr als kaputt sind. Ein Renter, der zum Beispiel körperlich hart gearbeitet hat, sein gesamtes Leben lang, geht es von den Gelenken her wahrscheinlich besser als mir. Laut dem Arzt der das MRT gemacht hat, zeigen meine Gelenke folgende “Probleme” Weiterlesen…

Daten: Verfasst von Muckel, am 4. Mai 2010, um 7:10 Uhr.
Abgelegt unter: Gedanken, Rheuma
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