Muckels Tagebuch

aus dem Leben geschrieben

 

Artikel zum Schlagwort Gedichte

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Verfasst von Muckel.

Herbst ergreift das Land

Der Herbst hat Besitz ergriffen.
Das kräftige Grün wird vom Weiß abgedeckt.
Die Nacht muss kalt gewesen sein;
die Wände aus Klinker, Lehm und Stroh sind es auch.
Die Luft ist herrlich frisch.

Mit Freude errinnere ich mich zurück.
Es war Herbst, recht regnerisch im Jahr ′98.
Ein paar Jahre später war Frost unser Begleiter.
Das wärmende Feuer im Kreis der Gefährten.
Geblieben bin ich. War glücklich!

Nur der schwarze Stoff der Kothen und Jurten.
Ganz gleich wo die Kothe stand, das Feuer brannte,
dort war ich zu Hause, war Heimat.
Die Gefährten wechselten, ein neuer Bund
und wieder war das Herbstlager der Anfang.

Nun ist es wieder Herbst.
Zwölf Jahre sind seit der ersten Nacht vergangen.
Unzählige Erfahrungen kamen hinzu.
Schön, prägend und frei war diese Zeit.
Nun sitz ich am Fenster vor der warmen Heizung.

»Nehmt Abschied Brüder ungewiss ist alle Wiederkehr«
Doch es ist keine Wiederkehr in Sicht.
Es bleiben die Erinerungen, die Sehnsucht und Gedanken.
Nicht mehr und nicht weniger ~ auch wenn es ein großer Wunsch bleibt.
»Nehmt Abschied, Brüder, schließt den Kreis!«

Daten: Verfasst von Muckel, am 11. Oktober 2010, um 10:09 Uhr.
Abgelegt unter: eigene Texte, Lyrisches
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Verfasst von Muckel.

traurige und nachdenkliche Zeilen

Eine Bekannte oder besser gesagt Freundin hat in ihrem Blog Zeilen geschrieben, die eben so traurig wie vertraut sind. Meiner Meinung nach sind das Worte, die jeder mal lesen sollte:

lieber,

ich denke nicht, dass du noch auf diesen seiten unterwegs bist. ich bin es selbst kaum noch. ich wollte dir gerade einen brief schreiben. aber das ist zu aufdringlich und peinlich. ich will dir nichts aufdrängen. ich bin aus deinem alltag gestrichen und du aus meinem. dachte ich. wie du irgendwann einmal zu mir sagtest, werden wir immer teil unserer geschichte sein. du wirst mich nicht vergessen. ich werde dich nicht vergessen. meine erste große liebe. meine erste große, unbedingte liebe.

ich wollte dir nicht schreiben, denn dann musst du den brief lesen. hier kann es sein, dass du vorbeikommst, es ist unwahrscheinlich und wenn, dann erkennst du dich auf jeden fall wieder, musst aber nicht weiterlesen. du kannst es genauso gut für die üblich gedankenkotze halten. das ist sie aber nicht.

am 14. juli 2007 oder am 13., darüber haben wir uns ja immer gestritten, und ja, du hattest recht, habe ich dir das ins ohr gelüstert, was ich schon die ganze zeit wusse. “ich dich auch.” und das meinte ich so. und am 17. september hast du beschlossen, dass du mich nicht mehr brauchst. [weiter lesen...]

Die Person die diesen Text geschrieben hat, ist mir nicht unbekannt und es ist traurig zu lesen, wie es der Person geht. Es würde mich freuen, wenn ich der Person helfen könnte. Auch wenn der Kontakt zwischen uns bis lang nur über das Internet besteht, so war dieser Mensch für mich sehr häufig da. Hat mir zugehört, versucht mir weiter zu helfen, hat sich Gedanken gemacht. Dieser Mensch verdient es nicht so verletzt zu werden!

Zu den Zeilen habe ich auch ein Kommentar geschrieben, was aber das aussagt, was ich eben schon schrieb:

Es ist traurig und zugleich vertraut. Es ist nicht leicht. Es schmerzt, man hat Wut, möchte vergessen. Doch dann kommen Erinnerungen an das, was schön war. Doch wird es das noch einmal?

Wünsche Dir, dass Du es vergessen kannst und Dich wieder der Sonne zuwenden kannst. Du bist in meinen Augen ein besonderer Mensch. Ein Mensch, der zu seinem Wort steht, ein Mensch der für Freunde da ist auch wenn das nicht immer einfach ist, ein Mensch der Gefühle und Emotionen zeigt, ein Mensch der Vielseitig ist, ein Mensch der Interessen und Meinungen hat.

Du hast diesen Schmerz nicht verdient!

(Solltest Du diese Zeilen lesen, dann kannst Du Dich jeder Zeit bei mir melden, wenn Du jemanden brauchst, der freundschaftlich da ist und immer ein offenes Ohr hat. Pass bitte auf Dich auf!)

Kenne es leider selbst, wie es ist, wenn etwas auseinander geht. Und auch ich denke ab und an zurück, denn positiv war etwas anderes. Da die Zukunft auch nicht rosig aussieht, kann ich die Gedanken nach empfingen, vorallem da meine beiden längsten Versuche auseinander gingen, da mein Körper nicht mit gleichaltrigen mithalten kann.

Du fragtest mich,
warum die Möwen klagen.

Sie sahen uns beide,
wir gingen Hand in Hand
und unsere Füße berührten kaum den Sand.

Der Wind flüsterte mir Deinen Namen zu,
und über uns kreisten die Möwen – ohne Ruh´.

Wir gingen zum Felsen hin,
er war unsere Welt.
Wir fühlten uns wie König und Königin
in unserer eigenen Welt.

Nun sehen sie mich alleine.
Ich gehe mit schwerem Schritt
und werde nie mehr glücklich sein.

Der Wind singt keinen Namen mehr,
sein Lied ist traurig, leis´, und leer.

Ich gehe zum Felsen hin und weine
weine um meine verlorene Welt.

Willst Du mich noch immer fragen,
warum die Möwen klagen?

(Autor unbekannt)

Daten: Verfasst von Muckel, am 1. Oktober 2010, um 19:07 Uhr.
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Verfasst von Muckel.

Gedanken und Errinnerungen im Herbst

Langsam aber stetig werden die Wälder in ruhige, kräftig leuchtende Farben getaucht. Draußen ist es feucht und frisch geworden, wodurch das Atmen zu einem Genuss wird. Nachbarn befeuern nun wieder die Kamine. Der Rauch erreicht mich und löst dabei ein wohliges Gefühl aus. Früher saß ich fast jedes Wochenende am Lagerfeuer oder am offenen Kamin. Aber das liegt nun Jahre zurück. Nun habe ich noch Kerzen und Fahrtenlieder aus der Box…

Mir fehlen die Abende am Feuer, das Klampfenspiel, die Gemeinschaft. Manche Menschen sehen sich nach ihren Eltern, Kindern oder dem Lebenspartner; mir sind jene auch wichtig, aber ebenso sehn ich mich nach den Fahrten, Abends erschöpft aber glücklich und zufrieden am Feuer sitzen.

Diese Sehnsucht werde ich wohl nicht mehr stillen können, weshalb die Gedanken und Erinnerungen überflüssig sind. Leider kann ich sie nicht abstellen. Und nun wo die Abende kälter und länger werden, Paare, Familien, Freunde enger zusammen rücken, von ihren Erlebnissen und Reisen berichten, ist die Sehnsucht, das schmerzliche Vermissen wieder da.

Im Alltag muss ich mir Hilfe suchen, kann vieles nicht mehr machen, was für andere automatisch, ohne einen Gedanken abläuft. Vielleicht sind Gedanken, Sehnsüchte, Träume an dieser Stelle mehr verletzend und traurig als erfreulich?

Sie lassen sich nicht steuern, einsperren oder abschalten. Kann man an seinen Träumen arbeiten, werden sie zu einem Ziel, für das es sich lohnt zu kämpfen. Tritt aber das Gegenteil ein, man kämpft und entfernt sich trotzdem immer weiter, verliert man sehr schnell die Hoffnung, den Sinn. Doch was soll oder kann man in einer solchen Situation machen? Dies wird einem nirgends gesagt oder auch nur thematisiert. Man ist damit ziemlich allein und irgendwie auch verlassen.

Daten: Verfasst von Muckel, am 17. September 2010, um 18:00 Uhr.
Abgelegt unter: eigene Texte, Gesundheit
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Verfasst von Muckel.

es sind nur Errinnerungen

Frisch und kühl ist die Luft in dieser Nacht,
geprägt vom Regenschauer und dem wohlriechendem Rauch.

Aus der Ferne nehme ich den klang von Gitarren und Stimmen wahr.
Für einige Meter folge ich dem weichen Waldweg,
der mich durch den dunklen Wald führt.

Plötzlich wird es lichter und vor mir geht es steil, fast senkrecht runter.
Nur der fast vollständige Mond hat mich vor einem Unglück bewahrt.
Unter mir erblicke ich das Dach unserer Jurte, mit dem Schein des Feuers.

Ungemütlich ist es und trotzdem beachte ich den leichten Regen nicht.
Gefangen von den Melodien und Stimmen, die mein Ohr erreichen, verharre ich.
Die Ruhe nach dem Stress der letzten Tage genieße ich in diesem Moment sehr.

Allmählich merke ich meine schwer gewordenen Beine,
so das ich langsam die letzten Schritte zu den anderen gehen sollte.

Was ist das? Eine Taschenlampe? Nein, es ist der Bewegungsmelder unter meinem Fenster. Mit einem Gefühl von Traurigkeit, Sehnsucht, Einsamkeit wird mir schmerzlich bewusst, das ich lediglich an dem geöffneten Fenster stehe.

Wieder war es nur eine Mischung aus Erinnerung, Sehnsucht
und tiefen Wunsch, die zu diesen Tagtraum geführt haben.

Doch ich bin wieder nur alleine in meinem Zimmer.
Kein Feuer, kein Tschai und an Stelle von einem Schwarzzelt
umgeben mich Wände aus Stein, ohne ein Zeichen von Leben.

Nun liege ich allein und traurig im Bett,
sehe den Mond durch das offene Fenster
und rieche den Rauch der Kamine im Ort.

Mir bleiben lediglich die Erinnerungen und die Sehnsucht.
Es stimmt mich traurig. Wie oft wird es mir noch so gehen?
Wann kann ich das Schöne vergessen um ohne den Schmerz,
die Enttäuschung und der Wut leben zu müssen?

Daten: Verfasst von Muckel, am 12. September 2010, um 19:00 Uhr.
Abgelegt unter: eigene Texte, Lyrisches
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Verfasst von Muckel.

Gicht

Gicht

An Tagen, wo ich meine Finger biegen kann,
vergehen mit Verschreiben mir die Stunden,
Und wenn ich einen guten Vers gefunden,
Geht mich die Welt, die Gicht, der Schmerz nichts an.

An anderen Tagen geht das Schreiben nicht.
Dann lausch ich dem, er tief in meinen Knochen
Sich dehnt und immer weiter kommt gekrochen,
Es ist der Tod, doch nennen wir ihn Gicht.

Ich lieb ihn nicht, oft liegen wir im Streit.
Doch weiß ich manchmal, dass er nicht im Bösen
Sich um mich müht. Sein Amt ist das Erlösen,
Und willig folg ich eine Strecke weit.

Wenn wir einst ganz versöhnt und einig sind,
Dann werd ich ihn nicht Gicht, nicht Tod mehr nennen.
Als ewige Mutter werd ich ihn erkennen,
Als Liebe seinen Ruf, und mich als Kind.

von Hermann Hesse

Daten: Verfasst von Muckel, am 5. September 2010, um 16:00 Uhr.
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