Muckels Tagebuch

aus dem Leben geschrieben

 

Artikel zum Schlagwort Gefühle

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Verfasst von Muckel.

traurige und nachdenkliche Zeilen

Eine Bekannte oder besser gesagt Freundin hat in ihrem Blog Zeilen geschrieben, die eben so traurig wie vertraut sind. Meiner Meinung nach sind das Worte, die jeder mal lesen sollte:

lieber,

ich denke nicht, dass du noch auf diesen seiten unterwegs bist. ich bin es selbst kaum noch. ich wollte dir gerade einen brief schreiben. aber das ist zu aufdringlich und peinlich. ich will dir nichts aufdrängen. ich bin aus deinem alltag gestrichen und du aus meinem. dachte ich. wie du irgendwann einmal zu mir sagtest, werden wir immer teil unserer geschichte sein. du wirst mich nicht vergessen. ich werde dich nicht vergessen. meine erste große liebe. meine erste große, unbedingte liebe.

ich wollte dir nicht schreiben, denn dann musst du den brief lesen. hier kann es sein, dass du vorbeikommst, es ist unwahrscheinlich und wenn, dann erkennst du dich auf jeden fall wieder, musst aber nicht weiterlesen. du kannst es genauso gut für die üblich gedankenkotze halten. das ist sie aber nicht.

am 14. juli 2007 oder am 13., darüber haben wir uns ja immer gestritten, und ja, du hattest recht, habe ich dir das ins ohr gelüstert, was ich schon die ganze zeit wusse. “ich dich auch.” und das meinte ich so. und am 17. september hast du beschlossen, dass du mich nicht mehr brauchst. [weiter lesen...]

Die Person die diesen Text geschrieben hat, ist mir nicht unbekannt und es ist traurig zu lesen, wie es der Person geht. Es würde mich freuen, wenn ich der Person helfen könnte. Auch wenn der Kontakt zwischen uns bis lang nur über das Internet besteht, so war dieser Mensch für mich sehr häufig da. Hat mir zugehört, versucht mir weiter zu helfen, hat sich Gedanken gemacht. Dieser Mensch verdient es nicht so verletzt zu werden!

Zu den Zeilen habe ich auch ein Kommentar geschrieben, was aber das aussagt, was ich eben schon schrieb:

Es ist traurig und zugleich vertraut. Es ist nicht leicht. Es schmerzt, man hat Wut, möchte vergessen. Doch dann kommen Erinnerungen an das, was schön war. Doch wird es das noch einmal?

Wünsche Dir, dass Du es vergessen kannst und Dich wieder der Sonne zuwenden kannst. Du bist in meinen Augen ein besonderer Mensch. Ein Mensch, der zu seinem Wort steht, ein Mensch der für Freunde da ist auch wenn das nicht immer einfach ist, ein Mensch der Gefühle und Emotionen zeigt, ein Mensch der Vielseitig ist, ein Mensch der Interessen und Meinungen hat.

Du hast diesen Schmerz nicht verdient!

(Solltest Du diese Zeilen lesen, dann kannst Du Dich jeder Zeit bei mir melden, wenn Du jemanden brauchst, der freundschaftlich da ist und immer ein offenes Ohr hat. Pass bitte auf Dich auf!)

Kenne es leider selbst, wie es ist, wenn etwas auseinander geht. Und auch ich denke ab und an zurück, denn positiv war etwas anderes. Da die Zukunft auch nicht rosig aussieht, kann ich die Gedanken nach empfingen, vorallem da meine beiden längsten Versuche auseinander gingen, da mein Körper nicht mit gleichaltrigen mithalten kann.

Du fragtest mich,
warum die Möwen klagen.

Sie sahen uns beide,
wir gingen Hand in Hand
und unsere Füße berührten kaum den Sand.

Der Wind flüsterte mir Deinen Namen zu,
und über uns kreisten die Möwen – ohne Ruh´.

Wir gingen zum Felsen hin,
er war unsere Welt.
Wir fühlten uns wie König und Königin
in unserer eigenen Welt.

Nun sehen sie mich alleine.
Ich gehe mit schwerem Schritt
und werde nie mehr glücklich sein.

Der Wind singt keinen Namen mehr,
sein Lied ist traurig, leis´, und leer.

Ich gehe zum Felsen hin und weine
weine um meine verlorene Welt.

Willst Du mich noch immer fragen,
warum die Möwen klagen?

(Autor unbekannt)

Daten: Verfasst von Muckel, am 1. Oktober 2010, um 19:07 Uhr.
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Verfasst von Muckel.

Gedanken und Errinnerungen im Herbst

Langsam aber stetig werden die Wälder in ruhige, kräftig leuchtende Farben getaucht. Draußen ist es feucht und frisch geworden, wodurch das Atmen zu einem Genuss wird. Nachbarn befeuern nun wieder die Kamine. Der Rauch erreicht mich und löst dabei ein wohliges Gefühl aus. Früher saß ich fast jedes Wochenende am Lagerfeuer oder am offenen Kamin. Aber das liegt nun Jahre zurück. Nun habe ich noch Kerzen und Fahrtenlieder aus der Box…

Mir fehlen die Abende am Feuer, das Klampfenspiel, die Gemeinschaft. Manche Menschen sehen sich nach ihren Eltern, Kindern oder dem Lebenspartner; mir sind jene auch wichtig, aber ebenso sehn ich mich nach den Fahrten, Abends erschöpft aber glücklich und zufrieden am Feuer sitzen.

Diese Sehnsucht werde ich wohl nicht mehr stillen können, weshalb die Gedanken und Erinnerungen überflüssig sind. Leider kann ich sie nicht abstellen. Und nun wo die Abende kälter und länger werden, Paare, Familien, Freunde enger zusammen rücken, von ihren Erlebnissen und Reisen berichten, ist die Sehnsucht, das schmerzliche Vermissen wieder da.

Im Alltag muss ich mir Hilfe suchen, kann vieles nicht mehr machen, was für andere automatisch, ohne einen Gedanken abläuft. Vielleicht sind Gedanken, Sehnsüchte, Träume an dieser Stelle mehr verletzend und traurig als erfreulich?

Sie lassen sich nicht steuern, einsperren oder abschalten. Kann man an seinen Träumen arbeiten, werden sie zu einem Ziel, für das es sich lohnt zu kämpfen. Tritt aber das Gegenteil ein, man kämpft und entfernt sich trotzdem immer weiter, verliert man sehr schnell die Hoffnung, den Sinn. Doch was soll oder kann man in einer solchen Situation machen? Dies wird einem nirgends gesagt oder auch nur thematisiert. Man ist damit ziemlich allein und irgendwie auch verlassen.

Daten: Verfasst von Muckel, am 17. September 2010, um 18:00 Uhr.
Abgelegt unter: eigene Texte, Gesundheit
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Verfasst von Muckel.

es sind nur Errinnerungen

Frisch und kühl ist die Luft in dieser Nacht,
geprägt vom Regenschauer und dem wohlriechendem Rauch.

Aus der Ferne nehme ich den klang von Gitarren und Stimmen wahr.
Für einige Meter folge ich dem weichen Waldweg,
der mich durch den dunklen Wald führt.

Plötzlich wird es lichter und vor mir geht es steil, fast senkrecht runter.
Nur der fast vollständige Mond hat mich vor einem Unglück bewahrt.
Unter mir erblicke ich das Dach unserer Jurte, mit dem Schein des Feuers.

Ungemütlich ist es und trotzdem beachte ich den leichten Regen nicht.
Gefangen von den Melodien und Stimmen, die mein Ohr erreichen, verharre ich.
Die Ruhe nach dem Stress der letzten Tage genieße ich in diesem Moment sehr.

Allmählich merke ich meine schwer gewordenen Beine,
so das ich langsam die letzten Schritte zu den anderen gehen sollte.

Was ist das? Eine Taschenlampe? Nein, es ist der Bewegungsmelder unter meinem Fenster. Mit einem Gefühl von Traurigkeit, Sehnsucht, Einsamkeit wird mir schmerzlich bewusst, das ich lediglich an dem geöffneten Fenster stehe.

Wieder war es nur eine Mischung aus Erinnerung, Sehnsucht
und tiefen Wunsch, die zu diesen Tagtraum geführt haben.

Doch ich bin wieder nur alleine in meinem Zimmer.
Kein Feuer, kein Tschai und an Stelle von einem Schwarzzelt
umgeben mich Wände aus Stein, ohne ein Zeichen von Leben.

Nun liege ich allein und traurig im Bett,
sehe den Mond durch das offene Fenster
und rieche den Rauch der Kamine im Ort.

Mir bleiben lediglich die Erinnerungen und die Sehnsucht.
Es stimmt mich traurig. Wie oft wird es mir noch so gehen?
Wann kann ich das Schöne vergessen um ohne den Schmerz,
die Enttäuschung und der Wut leben zu müssen?

Daten: Verfasst von Muckel, am 12. September 2010, um 19:00 Uhr.
Abgelegt unter: eigene Texte, Lyrisches
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Verfasst von Muckel.

unter Menschen sein können, soziale Kontakte haben

Schon seit längerer Zeit ist es so, dass meine Kontakte weniger werden und sich Menschen abgewendet haben, von denen ich dachte, dass es Freunde wären. Diese Situation wurde nun noch deutlicher, was für mich mehr als schwer ist.

zu meinem ehemaligen Pfadfinder Stamm

Einen “Freundeskreis” hatte ich n meinem ehemaligen Pfadfinderstamm gefunden. Doch durch meine Erkrankung passierte es, dass ich nicht mehr alles mit machen konnte. Erst waren es wenige Sachen, doch nun geht leider garnichts mehr in diesem Bereich. Leider brach der Stamm (= “Gruppe”) auch auseinander, da die letzte Einheit aufgelöst werden musste, da der Leiter nach einem guten Jahr Zeitarbeit zur Bundeswehr gegangen ist. Selbst konnte ich keine Horte leiten und andere Personen wollten oder konnten es nicht.

Damals haben wir älteren uns auch dafür entschieden, dass Pfadfinderheim zu erhalten. Auch ich habe mich dafür ausgesprochen und gesagt, dass es aber nicht als “one man show” (alleine) geht. Da andere durch Arbeit, Studium nicht mehr in Salzgitter waren, habe ich mich um das Heim gekümmert. Das auch noch am Anfang meiner Ausbildung. Bei jeder Heimfahrt bin ich erstmal zum Heim und habe geprüft ob alles in Ordnung ist, bevor ich nach Hause zu meinen Eltern bin. Und ab und an habe ich Gastgruppen rein gelassen und bei deren Abreise auch die “Abnahme” gemacht. Ja, freude hatte ich daran schon noch.

Doch zu einem Haus mit Grundstück gehört es auch, dass man Bäume, Büsche, Pflanzen, die Wiese usw. zumindest zu der Grundstücksgrenze in Schach hält. Körperlich konnte und kann ich das nicht leisten. Daher habe ich versucht, ab und an “Arbeitseinsätze” zu starten. Doch ganz gleich ob ich es via E-Mail oder Brief probiert habe, es kamen keine Rückmeldungen. Kontakt gab es nur noch, wenn jemand in dem Heim feiern wollte, sonst nicht mehr. Ausnutzen lass ich mich nicht und habe daher alles beendet. Über die Information meines “Austritts” bekam ich keine Rückmeldung, Reaktion und auch von dem Förderverein nicht, dem ich den Schlüssel geschickt hatte – zum Glück als Einschreiben mit Rückschein, sonst wüsste ich heute nicht mal, ob der Schlüssel angekommen ist oder nicht.

So ist diese “Ära” auch zu Ende gegangen. Zu zwei Personen aus der damaligen Zeit habe ich noch ein wenig Kontakt. Einer ist bei der Bundeswehr und hat daneben etwas Musik gemacht. Der andere geht nun für ein Jahr nach Kolumbien und steckte vorher im Abi- und Arbeitsstress, da er sich das “Auslandsjahr” alleine finanziert hat. Da wenn einer von beiden mal Zeit hat, mein Körper nicht immer fit genug ist, ich aber z.B. auch nicht zu einem Konzert mit kann, ist der Kontakt leider wenig.

Überbündische Veranstaltungen, Kontakte

Zum Glück gibt es ja noch Veranstaltungen, die nicht auf eine örtliche Pfadfindergruppe oder einem direkten Verband ausgelegt sind. Im Norden ist es zum Beispiel der Hamburger SingeWettstreit (HaSiWe) und im Süden unserer Republick »die Trifels«. Beide Veranstaltungen haben mir sehr gefallen. Auf der Trifels vorallem die abendlichen Singerunden und natürlich der Burgabend. Doch im Jahr 2008 war ich nicht nur das letzte mal auf Wanderfahrt, sondern auch das letzte mal auf der Trifels.

Da ich eben auf solchen Aktionen nicht mehr bin, sind auch fast alle Kontakte weggebrochen, die ich dort geknüpft hatte. Glaube es liegt daran, dass eben die Sache weg ist, die man gemeinsam erlebt hat und da ich auch so nichts mehr aus dem Bereich berichten kann, der einen verbunden hatte. Das die meisten dann ihre Zeit lieber in die “aktive Arbeit”, das Studium, die Ausbildung, Lager und Fahrten stecken, als mit jemanden zu reden, der nur über seine Erkrankung, über Arzttermine und das Fernsehprogramm reden kann, ist vielleicht nachvollziehbar, für mich aber trotzdem sehr mieß.

Für mich ist die Pfadfinderei vorbei, da ich …

  • … nicht mehr mit leichtem Gepäck reisen kann
  • … nicht mehr auf dem Boden mit meinem Schaffell (oder ‘ner Isomatte) sitzen, liegen, schlafen kann
  • … nur sehr eingeschränkt gehen, laufen kann
  • … kaum noch frei stehen kann ohne mich anzulehnen, abzustützen
  • … vorallem Morgens viel mehr Zeit brauche, bis mein Körper sich halbwegs bewegen kann, wodurch gemeinsames Frühstücken usw. kaum möglich ist, da es i.d.R. immer etwas Programm gibt, was dann Zeitlich nicht mehr klappen würde
  • … zur Zeit selbst bei Lagern in einem Haus hilfe bräuchte, die eher in den Bereich Pflege gehört und dies kann ich von Gefährten, Freunden wohl nicht verlangen.

Noch habe ich zu wenigen Personen kontakt, vorüber ich auch froh bin. Es kommen auch ab und an Einladungen zu Lagern oder Geburtstagen, die ich leider wegen der obigen schon erwähnten Einschränkungen nicht wahrnehmen kann. Oft genug musste ich schon absagen und ich habe die Befürchtung, dass dadurch der Kontakt auch weg bricht. Zudem ist es im Alltag wenig Kontakt, da sie eben arbeiten, studieren, ihre aktiven Gruppen haben, was alles nun mal sehr viel Zeit und Kraft erfordert. Zu dem gibt es da noch die räumliche Trennung, da ich in Salzgitter lebe, andere in Hamburg, Schleswig Holstein oder auch im Süden.

andere Kontakte

Einen anderen Bekannten- oder Freundeskreis hatte ich nicht. Denn in der Pfadfinderei habe ich mich sehr wohl gefühlt und könnte dort so ziemlich jedes Wochenende unterwegs sein, wenn das körperlich noch ginge. Durch einen Zufall traf ich eine ehemalige Mitschülerin wieder, da wir an der gleichen Privatschule waren. Wir hatten uns so auf dem Rückweg öfter unterhalten und haben uns dann auch ab und an getroffen. Sie hat einen Freundeskreis, in dem ich aber nicht mit halten kann, da sie u.a. in die Disco usw. gehen. Auch mit ihrer Familie hat sie einen guten Kontakt und unternehmen etwas und ein fester Freund kam nun auch hinzu. All das benötigt eben Zeit und dann bleibt nicht viel übrig und an den wenigen freien Momenten ist dann leider mein Körper nicht immer fit genug.

Familie, Nachbarn, leben im Dorf

Auf Grund der beschriebenen Situation ist es leider so, dass ich meistens “alleine” bin. Lebe nun ja wieder bei meinen Eltern, so das ich sie täglich sehe, spreche. Meine Schwester wohnt ein paar Häuser weiter und manchmal ist sie eben auch da. Aber sie bleiben eben die Familie, die nicht unbedingt die gleiche Einstellung haben, die nicht die selben Interessen pflegen und über alles möchte man ja mit ihnen auch nicht sprechen, vorallem da das mit meiner Familie eh mehr als schwierig ist.

Gestern Abend wurde bei uns gegrillt, dabei waren meine Eltern, meine Schwester und zwei Paare, mit denen meine Eltern befreundet sind. Meine Schwester ging früh nach Hause und ich blieb bis zum Ende bei den Leuten, die im Durchschnitt gute 45 Jahre älter sind. Zwar kenn ich die alle schon so lang ich denken kann, da der Ort hier sehr klein ist und hier jeder jeden kennt, doch schon der Altersunterschied bringt Probleme mit sich. So sind Ansichten, Geschmäcker usw. sehr verschieden.

Aber eine andere “Gesellschaft”, Kontakte habe ich hier nicht und muss sie ja wahrnehmen, um überhaupt noch was anderes zu erleben.

Im Dorf gab es eine Hochzeit. Vor ein paar Jahren haben sie standesamtlich geheiratet und an dem Abend wurde dann gepoltert. Am Samstag war dann die kirchliche Trauung, wo die Freiwillige Feuerwehr Spalier stand und die anderen zum “Braut schauen” da waren. Das gesamte Dorf war also auf den Beinen, nur ich mal wieder nicht, da ich das körperlich nicht mehr kann.

von Vereinen und der Freiwillige Feuerwehr

Wie in vielen kleinen Gemeinden gibt es auch hier keine Vereine oder ähnliches. Es gibt die Kirche, die wenn überhaupt nur alle zwei Wochen Gottesdienst hat und die Freiwillige Feuerwehr in der so ziemlich jeder ist, der mit dem Dorf Kontakt haben möchte. Bevor ich bei den Pfadfindern war, war ich hier bei der Jugendfeuerwehr, da es ebend nichts anderes gab. Nun hatte ich überlegt, ob ich wieder zu Feuerwehr gehe, was aber leider keinen Sinn macht:

  • darf keine Lehrgänge machen und so zu keinem Einsatz mit
  • Wettkämpfe darf man ohne Lehrgang auch nicht machen und körperlich kann ich es ebenfalls nicht
  • dann gibt es noch die Altersgruppe, in die ich dann am ehesten passen würde. Jene kümmert sich um das Gelände der Feuerwehr, baut bei Festen Zelte, Bratwurstbude und Getränkewagen auf und räumt auch alles ein. Das kann ich genauso wenig machen, wie dann Getränke oder Essen ausgeben.
  • die Leute in der Feuerwehr würden es wohl akzeptieren, dass ich mich kaum einbringen könnte, da sie mich eben seit klein auf kennen. Doch mir bringt es leider nichts. Zu dem wäre ich dann wieder mehr mit den alten umgeben und die trinken sehr viel Bier und verstehen es nicht, dass heute eben nicht mehr ständig gesoffen wird, so wie es früher auf den Dörfern üblich war.

Somit ist die Feuerwehr auch keine Alternative, Lösung für mich. Noch während der Ausbildung habe ich versucht die Situation zu verändern und in einem Verein aktiv zu werden, um so wieder unter Menschen zu sein und vielleicht einen Bekanntenkreis zu finden.

Leider hat das nicht geklappt, da die Leute kein Verständnis dafür hatten, dass ich eben nicht immer da sein kann usw. Vielleicht hätt ich das nicht vorher sagen sollen, doch Ärger im Nachhinein wollt ich auch nicht haben.

Neulich war das zweite Treffen von Menschen aus einem Rheuma-Forum. Dort war ich auch, allerdings zum ersten mal. Es hat mir und den anderen sehr gut gefallen und die Chemie zwischen uns hat einfach gepasst. Doch da die meisten einen Lebenspartner und Kinder haben, ist deren Zeit begrenzt. So ist das dritte treffen erst Ende November. Somit findet das Treffen einmal im Quartal statt. Es ist sehr schön, dass es überhaupt stattfindet, doch leider ist es für mich auch keine Lösung. Und zudem war ich dort mal wieder mit Abstand der Jüngste.

Da meine sozialen Kontakte immer weniger werden, die Einschränkungen aber ständig mehr, belastet mich das zur Zeit sehr. Habe nun die Lungenembolie überstanden, wo es sehr knapp war. Das viele liegen durch die Embolie hat dazu geführt, dass mein Körper in kurzer Zeit sehr stark abgebaut hat.

Kann nun nur noch schlecht stehen wegen der Schmerzen, auch langsames gehen z.B. in Situationen wo sehr viele Menschen sind, klappt das auch kaum noch und normales gehen ist auch nur für eine kurze Zeit noch Möglich. Das trotz der sehr guten und häufigen Physiotherapie während der Ausbildung.

Wie es weiter geht, weiß ich im Moment nicht mehr. Weiß auch nicht, ob es nochmal besser wird. Würde gerne wieder mehr unter Menschen sein, aktiver sein. Doch ich befürchte, dass eher das Gegenteil eintreten wird: Pflege und Rollstuhl sind da nur zwei Punkte. Während der Ausbildung hatte ich noch Hoffnung, dass es nach ihr besser wird, wenn die tägliche körperliche Belastung weg ist, doch das ist leider nicht eingetreten.

Was kann ich noch versuchen? Wie soll oder kann es weiter gehen? Wie weit werde ich auf andere Menschen angewiesen sein? Es ist alles andere als einfach und bis auf eine Pfadfinderin mit der ich über einen Messenger schreiben kann und einem sehr guten Rheuma-Forum, kann ich mich darüber nicht mal austauschen.

Daten: Verfasst von Muckel, am 22. August 2010, um 15:00 Uhr.
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Verfasst von Muckel.

Chronologie der letzten Erlebnisse

In den letzten Wochen hatte ich einiges mit meiner Gesundheit zu tun und dadurch war ich weniger im World-Wide-Web und dafür mehr in Krankenhäusern und bei Ärzten. An dieser Stelle wollte ich eigentlich “nur” über die Lungenembolie berichten, mit der alles anfing, doch die anderen Sachen werde ich hier auch aufführen:

  • Lungenembolie
  • Übelkeit mit Erbrechen
    • Erste Einweisung in das ehemalige städtische Krankenhaus in Salzgitter-Bad.
    • Zweite Einweisung in das ehemalige städtische Krankenhaus in Salzgitter-Bad.
    • Mehrere Termine bei meiner Hausärztin (Allgemeinmedizinerin).
    • Termin bei niedergelassenem Internisten.

Schon an dieser kurzen Auflistung kann man sehen, was in den letzten Wochen “los” war. Damit man alles richtig nachvollziehen kann, werde ich die “Ereignisse”  chronologisch beschreiben.


Wie in einigen Artikel schon berichtet, hatte ich in der Vergangenheit Probleme mit meiner wLuft. Die Probleme (Luftnot, Kurzatmigkeit) wurden in der Woche zu Pfingsten immer schlimmer und der »Gipfel« wurde am 21. Mai 2010 erreicht.

Wer die folgenden Zeilen liest,
sollte sich bewusst sein,
dass sie leider nicht gerade positiv sind.

Da ich niemanden belasten, beunruhigen oder ähnliches möchte,
bitte ich darum, dass ihr es euch vorher überlegt,
ob ihr die Erlebnisse lesen möchtet, oder nicht.

Die weiteren “Tage” folgen von Zeit zu Zeit.
Je nachdem, wie fit ich bin. Bitte nicht wundern.

Freitag, 21.05.2010
In dieser Woche wurde meine Kurzatmigkeit / Luftnot von Tag zu Tag immer schlimmer. Mein Lungenfacharzt hat mir daher für heute einen Notfalltermin angeboten, zu dem ich mit meiner Mutter gefahren bin, da ich alleine nicht mehr fit genug war. Wir sind mit dem Zug gefahren, da der Weg vom HBF Hannover zu der Praxis genauso lang / kurz war, wie der vom nächsten Parkplatz. Doch schon den Fußweg habe ich nicht geschafft, da bereits der Weg aus dem mittleren HBF zum Ausgang zu viel für meinen Körper war, weshalb wir ein Taxi genommen haben.

In der Praxis wollten sie zu erst die üblichen Voruntersuchungen machen. Das Röntgen habe ich mit gemacht, doch der Arzthelferin habe ich dabei schon gesagt, dass ich den “Lungen-Volum-Test” nicht schaffe. Daraufhin durfte ich mich in eine extra Kabine setzten und schon nach kurzer Zeit war der Arzt selbst da, der mir erstmal 2l Sauerstoff gab. Nachdem er sich das Röntgenbild anschaute und auch das Ergebniss der Sauerstoffsättigung bekommen hatte, sprach er kurz mit mir und meiner Mutter und hat daraufhin nur noch einen Krankentransport mit Sauerstoff bestellt und mich somit in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) eingewiesen.

In der Zentralen Notaufnahme angekommen wurde mir erstmal ein Zugang gelegt (zweimal daneben gestochen und dann mit hilfe von Ultraschall getroffen) und die Anamese (“Erkundungsgespräch) durchgeführt. Im Verlauf der Stunden wurden drei Untersuchungen gemacht:

  1. Röntgen des Herzen und der Lunge
  2. Es folgte ein Echo vom Herz. Dabei sahen sie eine Auffälligkeit, die sie aber nicht definieren konnten.
  3. Nach der nächsten Wartezeit wurde ein ct mit Kontrastmittel gemacht, wodurch die Ärzte (zum Glück) eine Lungenembolie festgestellt haben.

Die Zeit zwischen den Untersuchungen verbrachte ich auf dem Gang der Notaufnahme auf meiner Trage. Vom Lungenfacharzt aus bin ich alleine bzw. mit dem Krankentransport zur MHH. Meine Mutter ist zurück nach Salzgitter wg dem Auto und da sie noch arbeiten musste. Sie hat dann natürlich auch meine Schwester usw. informiert. Ich war noch nicht lange vom ct zurück, da waren sie (Eltern und Schwester) da.

Habe dann schon einen Spritzenautomaten mit Heparin bekommen, um das Blut zu verdünnen und sollte dann eigentlich nur noch warten, bis es auf die erste Station gehen sollte. Während wir gewartet haben, meinte ich nur noch zu meiner Familie, dass ich mal ‘nen Pfleger, Arzt brauche, da die Luft schlechter wird.

Daraufhin wurde ich direkt in den Reha-Raum geschoben und sämtliche Überwachungstechnik wurde angeschlossen. Bin Kalt-Schweißig geworden, musste erbrechen, Herz raste, Panik da Luft schlecht war. Die Ärzte holten den Professor des Fachbereiches dazu, der schon den Tag über informiert wurde. Er sah mich nur an und entschied, dass ich auf die Intensivstation kommen soll, wo sie mich direkt im Dauerlauf hin brachten.

Auf der Intensivstation wurde ich erstmal ausgezogen. Mir wurde ein Zugang in die Leiste gelegt (in die Vene und die Aterie), ich bekam Medikamente (Lysetherapie) und eine Maske mit Sauerstoff und einem Medikament, die gut tat.

Dieser Zusammenbruch war nicht ohne. Zum Glück haben sich die Ärzte für eine Therapie mit Medikamenten entschieden – die Alternative wäre eine große Operation gewesen, bei dem sie jedes Gefäß hätten “freiräumen” müssen.

Schon in den ersten Stunden ging es mir besser und ich habe laut den Schwestern auch ab und an geschlafen. Und sie konnten feststellen, das die Herzfrequenz sank, der Sauerstoff stieg und sie den zusätzlichen Sauerstoff reduzieren konnten.

Wäre ich in eines der Krankenhäuser hier in Salzgitter gegangen und wäre das dort passiert, wäre ich nun wohl nicht mehr in der Lage diese Zeilen zu schreiben.

Samstag, 22.05.2010
Heute ging es mir schon weit aus besser, wie gestern Abend, wo ich den Zusammenbruch hatte. Damit ich rund um die Uhr unter Kontrolle bin, blieb ich noch auf der Intensivstation. Da ich doch sehr erschöpft und müde war, hat mich das nicht weiter gestört.

Pünktlich zur Besuchszeit kamen meine Eltern und meine Schwester. Dadurch hatte ich nun auch meine Brille wieder, was sehr angenehm war. Als meine Familie sich auf den Rückweg machen wollte, habe ich sehr lieben Besuch von Ch. erhalten, die sich Sorgen gemacht hatte, da ich ihr nichts neues mitteilen konnte, außer der Nachricht vom gestrigen Vormittag, das ich in die MHH muss. Sie blieb auch eine ganze Weile, so dass ich durch unsere Unterhaltung auch ein wenig abgelenkt war.

Körperlich ging es auch besser. Der Sauerstoff konnte Stück für Stück weiter reduziert werden. Die Werte waren soweit in Ordnung. Über die Zugänge liefen die Infusionen, das Heparien und es wurde auch regelmäßig Blut abgenommen.

Sonntag, 23.05.2010
Aufgewacht bin ich noch auf der Intensivstation. Der Vormittag wurde damit verbracht, dass ich mich soweit es ging frisch machen konnte und ein wenig Frühstücken konnte.

Ein Arzt entfernte den einen Leisten-Zugang zur Arterie. Dies war nicht so angenehm. Denn er musste eine ½ Stunde mit vollem Körpergewicht auf die Stelle drücke, wo der Zugang war, um die Blutung ein wenig zu stoppen. Im Gegensatz zu einer Venen ist bei einer Arterie richtig “druck” dahinter, wie er mir erklärte. Diesen Vorgang hat er dann gemeinsam mit der Schwester beendet und einen sehr festen Druckverband angelegt.

Nun hieß es noch etwas warten, bis der “Transport” kam und mich gemeinsam mit der Schwester auf die Station gebracht hat. In der MHH gibt es für diesen Bereich einen eigenen Fachbereich, der sich Pneumologie nennt.

Am Nachmittag wieder Besuch von meiner Familie, die sich gewundert hatten, dass ich schon auf die Station kam. Das Wassereis, welches sie mir mit gebracht hatten, schmeckte mir sehr gut, da es erfrischend war.

Montag, 24.05.2010
Medizinisch gab es heute kaum was zu berichten. Lediglich der Druckverband wurde entfernt, was angenehm war, da so nichts mehr in der Leiste drückt bzw. nicht mehr so stark.

Heute waren meine Eltern zu Besuch da, was sich auch noch passte, da meine Mutter heute noch frei hatte, wegen Pfingsten.

Dienstag, 25.05.2010
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Mittwoch, 26.05.2010
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Donnerstag, 27.05.2010
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Freitag, 28.05.2010
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Samstag, 29.05.2010
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Sonntag, 30.05.2010
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Montag, 31.05.2010
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Dienstag, 01.06.2010
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Mittwoch, 02.06.2010
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Donnerstag, 03.06.2010
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Freitag, 04.06.2010
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Samstag, 05.06.2010
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Sonntag, 06.06.2010
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Montag, 07.06.2010
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Dienstag, 08.06.2010
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