Muckels Tagebuch

aus dem Leben geschrieben

 

Artikel zum Schlagwort Krankheit

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Verfasst von Muckel.

Kontrolltermin nach der Lungenembolie

Vor drei Tagen war ich wieder in der »Medizinischen Hochschule Hannover« (MHH), dieses mal aber nur Ambulant zur Kontrolle der Lungenembolie die ich Ende Mai hatte.

Nach einigem hin und her mit der Anmeldung lief es dann doch recht gut, da ich kaum zwischen den einzelnen Untersuchungen warten musste. Als erstes musste ich zu den Blutgasen, wo der Sauerstoffgehalt im Blut bestimmt wurde. Im Anschluss ging ich zum Herz-Echo (Ultraschall des Herzen). Das war nicht so angenehm, da die beiden Ärztinnen schon sehr viel Druck ausüben mussten. Aber immer hin konnten sie mir gleich sagen, dass keine Auffälligkeiten zu sehen sind.

Danach war die Lungenfunktion dran. Zwar konnte ich in der Kammer gegen den Widerstand atmen und auch der Test mit dem Ausstoß von CO² funktionierte, allerdings war das Ergebnis nicht gut. Die Dame teilte mir gleich mit, dass mein Lungenvolum niedriger als normal ist. Im Regelfall soll dieser Wert bei 80 liegen und ich habe einen Wert von 56.

Bei dem EKG im Anschluss und dem “6 Minuten Geh Test” war dann wieder alles in Ordnung.

Das Arztgespräch führte ein noch recht junger Professor. Er war sehr freundlich und hatte mich unter anderem gefragt, ob ich die Bilder des CT sehen möchte, die am 21. Mai gemacht wurden. Er erklärte sie mir auch und so konnte ich selber sehen, dass beide Lungenseiten (Lungenflügel ?) dicht waren. Der Professor wunderte sich noch, dass ich nicht schon eher kollabiert bin.

Gut ist, dass sich das Herz nicht verändert hat und das sich kein Lungenhochdruck gebildet hat. Wäre das anders gewesen, hätten sie mich wohl nicht gehen lassen. Das das Volumen niedriger ist, ist nicht so optimal, vorallem da man es laut dem Professor nicht kompensieren, steigern kann. In meinem Alltag merk ich es aber nicht, da ich die Treppe hier wieder runter- und raufgehen kann, ohne kurzatmig zu sein. Und etwas machen, wo man mehr “Kondition” benötigt, kann ich durch das Rheuma nicht mehr machen. Denke das ich mit dieser Folge noch gut davon gekommen bin.

Lediglich wieder bewusst zu merken, wie knapp es war, ist nicht so einfach. Es war nicht 5 vor 12 sonder schon 12 und 59 Sekunden. Das machte mir auch der Professor nochmal deutlich und meinte, dass ich mit recht zweimal im Jahr Geburtstag feiern kann. Darüber mach ich mir schon Gedanken, doch wie auch bei den anderen “Schwierigkeiten” benötige ich einfach Zeit für mich, bis ich das “verdaut” habe.

Daten: Verfasst von Muckel, am 4. September 2010, um 9:20 Uhr.
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Verfasst von Muckel.

unter Menschen sein können, soziale Kontakte haben

Schon seit längerer Zeit ist es so, dass meine Kontakte weniger werden und sich Menschen abgewendet haben, von denen ich dachte, dass es Freunde wären. Diese Situation wurde nun noch deutlicher, was für mich mehr als schwer ist.

zu meinem ehemaligen Pfadfinder Stamm

Einen “Freundeskreis” hatte ich n meinem ehemaligen Pfadfinderstamm gefunden. Doch durch meine Erkrankung passierte es, dass ich nicht mehr alles mit machen konnte. Erst waren es wenige Sachen, doch nun geht leider garnichts mehr in diesem Bereich. Leider brach der Stamm (= “Gruppe”) auch auseinander, da die letzte Einheit aufgelöst werden musste, da der Leiter nach einem guten Jahr Zeitarbeit zur Bundeswehr gegangen ist. Selbst konnte ich keine Horte leiten und andere Personen wollten oder konnten es nicht.

Damals haben wir älteren uns auch dafür entschieden, dass Pfadfinderheim zu erhalten. Auch ich habe mich dafür ausgesprochen und gesagt, dass es aber nicht als “one man show” (alleine) geht. Da andere durch Arbeit, Studium nicht mehr in Salzgitter waren, habe ich mich um das Heim gekümmert. Das auch noch am Anfang meiner Ausbildung. Bei jeder Heimfahrt bin ich erstmal zum Heim und habe geprüft ob alles in Ordnung ist, bevor ich nach Hause zu meinen Eltern bin. Und ab und an habe ich Gastgruppen rein gelassen und bei deren Abreise auch die “Abnahme” gemacht. Ja, freude hatte ich daran schon noch.

Doch zu einem Haus mit Grundstück gehört es auch, dass man Bäume, Büsche, Pflanzen, die Wiese usw. zumindest zu der Grundstücksgrenze in Schach hält. Körperlich konnte und kann ich das nicht leisten. Daher habe ich versucht, ab und an “Arbeitseinsätze” zu starten. Doch ganz gleich ob ich es via E-Mail oder Brief probiert habe, es kamen keine Rückmeldungen. Kontakt gab es nur noch, wenn jemand in dem Heim feiern wollte, sonst nicht mehr. Ausnutzen lass ich mich nicht und habe daher alles beendet. Über die Information meines “Austritts” bekam ich keine Rückmeldung, Reaktion und auch von dem Förderverein nicht, dem ich den Schlüssel geschickt hatte – zum Glück als Einschreiben mit Rückschein, sonst wüsste ich heute nicht mal, ob der Schlüssel angekommen ist oder nicht.

So ist diese “Ära” auch zu Ende gegangen. Zu zwei Personen aus der damaligen Zeit habe ich noch ein wenig Kontakt. Einer ist bei der Bundeswehr und hat daneben etwas Musik gemacht. Der andere geht nun für ein Jahr nach Kolumbien und steckte vorher im Abi- und Arbeitsstress, da er sich das “Auslandsjahr” alleine finanziert hat. Da wenn einer von beiden mal Zeit hat, mein Körper nicht immer fit genug ist, ich aber z.B. auch nicht zu einem Konzert mit kann, ist der Kontakt leider wenig.

Überbündische Veranstaltungen, Kontakte

Zum Glück gibt es ja noch Veranstaltungen, die nicht auf eine örtliche Pfadfindergruppe oder einem direkten Verband ausgelegt sind. Im Norden ist es zum Beispiel der Hamburger SingeWettstreit (HaSiWe) und im Süden unserer Republick »die Trifels«. Beide Veranstaltungen haben mir sehr gefallen. Auf der Trifels vorallem die abendlichen Singerunden und natürlich der Burgabend. Doch im Jahr 2008 war ich nicht nur das letzte mal auf Wanderfahrt, sondern auch das letzte mal auf der Trifels.

Da ich eben auf solchen Aktionen nicht mehr bin, sind auch fast alle Kontakte weggebrochen, die ich dort geknüpft hatte. Glaube es liegt daran, dass eben die Sache weg ist, die man gemeinsam erlebt hat und da ich auch so nichts mehr aus dem Bereich berichten kann, der einen verbunden hatte. Das die meisten dann ihre Zeit lieber in die “aktive Arbeit”, das Studium, die Ausbildung, Lager und Fahrten stecken, als mit jemanden zu reden, der nur über seine Erkrankung, über Arzttermine und das Fernsehprogramm reden kann, ist vielleicht nachvollziehbar, für mich aber trotzdem sehr mieß.

Für mich ist die Pfadfinderei vorbei, da ich …

  • … nicht mehr mit leichtem Gepäck reisen kann
  • … nicht mehr auf dem Boden mit meinem Schaffell (oder ‘ner Isomatte) sitzen, liegen, schlafen kann
  • … nur sehr eingeschränkt gehen, laufen kann
  • … kaum noch frei stehen kann ohne mich anzulehnen, abzustützen
  • … vorallem Morgens viel mehr Zeit brauche, bis mein Körper sich halbwegs bewegen kann, wodurch gemeinsames Frühstücken usw. kaum möglich ist, da es i.d.R. immer etwas Programm gibt, was dann Zeitlich nicht mehr klappen würde
  • … zur Zeit selbst bei Lagern in einem Haus hilfe bräuchte, die eher in den Bereich Pflege gehört und dies kann ich von Gefährten, Freunden wohl nicht verlangen.

Noch habe ich zu wenigen Personen kontakt, vorüber ich auch froh bin. Es kommen auch ab und an Einladungen zu Lagern oder Geburtstagen, die ich leider wegen der obigen schon erwähnten Einschränkungen nicht wahrnehmen kann. Oft genug musste ich schon absagen und ich habe die Befürchtung, dass dadurch der Kontakt auch weg bricht. Zudem ist es im Alltag wenig Kontakt, da sie eben arbeiten, studieren, ihre aktiven Gruppen haben, was alles nun mal sehr viel Zeit und Kraft erfordert. Zu dem gibt es da noch die räumliche Trennung, da ich in Salzgitter lebe, andere in Hamburg, Schleswig Holstein oder auch im Süden.

andere Kontakte

Einen anderen Bekannten- oder Freundeskreis hatte ich nicht. Denn in der Pfadfinderei habe ich mich sehr wohl gefühlt und könnte dort so ziemlich jedes Wochenende unterwegs sein, wenn das körperlich noch ginge. Durch einen Zufall traf ich eine ehemalige Mitschülerin wieder, da wir an der gleichen Privatschule waren. Wir hatten uns so auf dem Rückweg öfter unterhalten und haben uns dann auch ab und an getroffen. Sie hat einen Freundeskreis, in dem ich aber nicht mit halten kann, da sie u.a. in die Disco usw. gehen. Auch mit ihrer Familie hat sie einen guten Kontakt und unternehmen etwas und ein fester Freund kam nun auch hinzu. All das benötigt eben Zeit und dann bleibt nicht viel übrig und an den wenigen freien Momenten ist dann leider mein Körper nicht immer fit genug.

Familie, Nachbarn, leben im Dorf

Auf Grund der beschriebenen Situation ist es leider so, dass ich meistens “alleine” bin. Lebe nun ja wieder bei meinen Eltern, so das ich sie täglich sehe, spreche. Meine Schwester wohnt ein paar Häuser weiter und manchmal ist sie eben auch da. Aber sie bleiben eben die Familie, die nicht unbedingt die gleiche Einstellung haben, die nicht die selben Interessen pflegen und über alles möchte man ja mit ihnen auch nicht sprechen, vorallem da das mit meiner Familie eh mehr als schwierig ist.

Gestern Abend wurde bei uns gegrillt, dabei waren meine Eltern, meine Schwester und zwei Paare, mit denen meine Eltern befreundet sind. Meine Schwester ging früh nach Hause und ich blieb bis zum Ende bei den Leuten, die im Durchschnitt gute 45 Jahre älter sind. Zwar kenn ich die alle schon so lang ich denken kann, da der Ort hier sehr klein ist und hier jeder jeden kennt, doch schon der Altersunterschied bringt Probleme mit sich. So sind Ansichten, Geschmäcker usw. sehr verschieden.

Aber eine andere “Gesellschaft”, Kontakte habe ich hier nicht und muss sie ja wahrnehmen, um überhaupt noch was anderes zu erleben.

Im Dorf gab es eine Hochzeit. Vor ein paar Jahren haben sie standesamtlich geheiratet und an dem Abend wurde dann gepoltert. Am Samstag war dann die kirchliche Trauung, wo die Freiwillige Feuerwehr Spalier stand und die anderen zum “Braut schauen” da waren. Das gesamte Dorf war also auf den Beinen, nur ich mal wieder nicht, da ich das körperlich nicht mehr kann.

von Vereinen und der Freiwillige Feuerwehr

Wie in vielen kleinen Gemeinden gibt es auch hier keine Vereine oder ähnliches. Es gibt die Kirche, die wenn überhaupt nur alle zwei Wochen Gottesdienst hat und die Freiwillige Feuerwehr in der so ziemlich jeder ist, der mit dem Dorf Kontakt haben möchte. Bevor ich bei den Pfadfindern war, war ich hier bei der Jugendfeuerwehr, da es ebend nichts anderes gab. Nun hatte ich überlegt, ob ich wieder zu Feuerwehr gehe, was aber leider keinen Sinn macht:

  • darf keine Lehrgänge machen und so zu keinem Einsatz mit
  • Wettkämpfe darf man ohne Lehrgang auch nicht machen und körperlich kann ich es ebenfalls nicht
  • dann gibt es noch die Altersgruppe, in die ich dann am ehesten passen würde. Jene kümmert sich um das Gelände der Feuerwehr, baut bei Festen Zelte, Bratwurstbude und Getränkewagen auf und räumt auch alles ein. Das kann ich genauso wenig machen, wie dann Getränke oder Essen ausgeben.
  • die Leute in der Feuerwehr würden es wohl akzeptieren, dass ich mich kaum einbringen könnte, da sie mich eben seit klein auf kennen. Doch mir bringt es leider nichts. Zu dem wäre ich dann wieder mehr mit den alten umgeben und die trinken sehr viel Bier und verstehen es nicht, dass heute eben nicht mehr ständig gesoffen wird, so wie es früher auf den Dörfern üblich war.

Somit ist die Feuerwehr auch keine Alternative, Lösung für mich. Noch während der Ausbildung habe ich versucht die Situation zu verändern und in einem Verein aktiv zu werden, um so wieder unter Menschen zu sein und vielleicht einen Bekanntenkreis zu finden.

Leider hat das nicht geklappt, da die Leute kein Verständnis dafür hatten, dass ich eben nicht immer da sein kann usw. Vielleicht hätt ich das nicht vorher sagen sollen, doch Ärger im Nachhinein wollt ich auch nicht haben.

Neulich war das zweite Treffen von Menschen aus einem Rheuma-Forum. Dort war ich auch, allerdings zum ersten mal. Es hat mir und den anderen sehr gut gefallen und die Chemie zwischen uns hat einfach gepasst. Doch da die meisten einen Lebenspartner und Kinder haben, ist deren Zeit begrenzt. So ist das dritte treffen erst Ende November. Somit findet das Treffen einmal im Quartal statt. Es ist sehr schön, dass es überhaupt stattfindet, doch leider ist es für mich auch keine Lösung. Und zudem war ich dort mal wieder mit Abstand der Jüngste.

Da meine sozialen Kontakte immer weniger werden, die Einschränkungen aber ständig mehr, belastet mich das zur Zeit sehr. Habe nun die Lungenembolie überstanden, wo es sehr knapp war. Das viele liegen durch die Embolie hat dazu geführt, dass mein Körper in kurzer Zeit sehr stark abgebaut hat.

Kann nun nur noch schlecht stehen wegen der Schmerzen, auch langsames gehen z.B. in Situationen wo sehr viele Menschen sind, klappt das auch kaum noch und normales gehen ist auch nur für eine kurze Zeit noch Möglich. Das trotz der sehr guten und häufigen Physiotherapie während der Ausbildung.

Wie es weiter geht, weiß ich im Moment nicht mehr. Weiß auch nicht, ob es nochmal besser wird. Würde gerne wieder mehr unter Menschen sein, aktiver sein. Doch ich befürchte, dass eher das Gegenteil eintreten wird: Pflege und Rollstuhl sind da nur zwei Punkte. Während der Ausbildung hatte ich noch Hoffnung, dass es nach ihr besser wird, wenn die tägliche körperliche Belastung weg ist, doch das ist leider nicht eingetreten.

Was kann ich noch versuchen? Wie soll oder kann es weiter gehen? Wie weit werde ich auf andere Menschen angewiesen sein? Es ist alles andere als einfach und bis auf eine Pfadfinderin mit der ich über einen Messenger schreiben kann und einem sehr guten Rheuma-Forum, kann ich mich darüber nicht mal austauschen.

Daten: Verfasst von Muckel, am 22. August 2010, um 15:00 Uhr.
Abgelegt unter: Gedanken, Rheuma
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Aktiv sein nur noch mit der Quittung möglich?

In den letzten sieben Tagen war ich recht aktiv, was im Grunde gut und positiv ist. Freude hatte ich dabei ja auch, vorallem da ich in den Wochen, Monaten zuvor ja komplett flach lag und garnichts machen konnte.

Vor einer Woche war ich auf dem Flohmarkt in Braunschweig. Der Anfang wo auch die paar “richtigen” Flohmarkt-Stände (Antiquitäten, Trödel, usw.) waren, hat es mich gefreut endlich was zu machen. Doch mit zunehmender “Strecke” wurde es körperlich immer heftiger. Zum Glück gab es dann auch nur noch Stände, die ich eh nicht unbedingt sehen muss, da es dort nur Kleidung, elektro Sachen und Neuwaren sowie Ess- und Getränkestände gab. Alles konnte ich nicht sehen, da eine gute Stunde auf den Füßen sein, egal ob es stehen oder gehen ist, mehr als ausreichte, da es leider schmerzhaft wurde.

Zurück zu Hause habe ich mich dann wieder hingelegt und versucht so den Schmerz runter zu drücken und wieder “fit” zu werden. Meine Schwester hat sich dann gemeldet und gefragt, ob ich mit zum Altstadtfest möchte. Da es mir wichtig ist, unter Leute zu kommen, vorallem die in meinem Alter sind, habe ich gesagt das ich mit komme. Wir waren eine knappe Stunde dort. Sind eine Runde gegangen, haben etwas gegessen und eine Cola getrunken. Doch das war schon fast zu viel für mich. Auf dem Weg zum Auto musste ich sehr aufpassen, das ich nicht umkippe. Dabei war die “Strecke” nicht mal weit:

Auf dem Flohmarkt und dem Altstadtfest habe ich festgestellt, dass ich auch mit einem Rollstuhl kaum Erleichterung hätte. Auf dem Flohmarkt wäre ich nicht an die Stände heren gekommen. Bei dem Altstadtfest haben wir auf dem Parkplatz geparkt, der auch für die Bahn gedacht ist. Um dann in die “Innenstadt” zu kommen, mussten wir durch die Unterführung gehen. Doch am Ende jener war gleich ein kleiner Platz. Dort ist auch ein Restaurant und davor wurde zum erstenmal auch eine kleine Bühne aufgebaut und davor Standen diese Bierzelt-Bänke und Tische. Die waren allerdings so eng gestellt, dass man selbst als Fußgänger kaum durch kam – wie hätte es dann mit einem Rollstuhl geklappt? Es ist einfach traurig, dass vermutlich die Behörden dem zugestimmt haben.

Das ich merken musste, dass ich nicht mehr wirklich auf den Beinen sein kann, gab mir leider auch schon wieder zu denken. Doch ich habe versucht da soweit es geht auszublenden und zu ignorieren. Montag war ich mit meinen Eltern kurz mit im Baumarkt. Doch selbst das war nach dem “aktiven Tag” schon sehr Grenzfertig.

Am Mittwoch war ich mit zwei Freunden im Charlottchen. Das Wetter hat es mit uns gut gemeint und so blieb es trocken und warm. Dadurch konnten wir die gesamte Zeit draußen sitzen. Auch waren wir bis auf zwei Unterbrechungen die einzigen Gäste, wodurch sich auch der Wirt zu uns setzten konnte. Es war für mich sehr schön und nett :) Auch fand ich es gut, dass ich Kersten nochmal sehen konnte, bevor er für ein Jahr nach Kolumbien geht. Er musste zwar schon früher los, doch mit Maja und Rüdiger war der Abend und die Gespräche noch sehr nett.

Am Donnerstag habe ich mich dann nur ausgeruht, da am Freitag Abend ein Treffen von Rheumatikern in Braunschweig bei “Mutter Habenicht” war. Wir waren sieben Leute und eine sehr lustige Truppe, wo einfach die “Chemie” gepasst hat. So haben wir uns gewundert, als es bei dem nach Hause Weg schon nach halb Zwölf war. Wir saßen somit fast sechs Stunden zusammen. Es war einfach sehr angenehm, da man in einer Runde war, in der man sich austauschen konnte und “das Gegenüber” es nachvollziehen konnte, wenn man über die negativen Seiten gesprochen hat. Aber auch bei “normalen” Themen hat es einfach gepasst und das Essen, wie auch die Location war gut. Zu Hause war ich erst nach Mitternacht.

Das war für diese Woche recht viel, doch es lies sich leider nicht anders einrichten. Gestern habe ich mir zwar Ruhe gegönnt und nichts weiter gemacht, doch auch heute am zweiten Tag danach merke ich leider die Folgen noch. Gut, die Nacht war recht unruhig, da es im Nachbar-Dorf eine Hochzeit gab, die in einer Scheune gefeiert wurde. Die Musik war auch gegen 02:30 Uhr noch so laut, dass ich den Text klar verstanden habe. Sei dem Paar ja auch gegönnt, doch für mich war es nicht so gut. Zudem wurde es über Nacht kälter und Feuchtigkeit kam hinzu. Dieses Nasskalte ist ebenfalls mies.

Abgesehen vom Körper war es gut und sehr erfreulich, dass ich endlich wieder mal unterwegs, draußen, unter Menschen war. Das ich nun aber jedesmal die Quittung dafür bekomme, die nicht nur einen Tag anhält, ist alles andere als positiv. Auch wenn ich es nicht möchte, so hat man das bei allem im Hinterkopf und ist daher nicht immer entspannt. Weiß auch nicht, wie ich das ändern könnte.

Und wie soll das erst in der Zukunft werden, wenn ich jetzt schon so sehr an den äußersten Grenzen bin? Nur noch daheim zu sein, garnichts mehr zu erleben, keine sozialen Kontakte mehr zu haben, kann doch auch nicht das richtige sein. Ist es zu viel verlangt, dass man sich wenigstens mal mit anderen zusammen setzten möchte? Habe ja nichts gemacht, was eine körperliche Belastung darstellt. Bis auf die Aktion in Braunschweig hatte ich von immer einen “von Tür zu Tür transport” und selbst bei dem Rheuma Treffen wurde ich von einer sehr netten Person nach Hause gebracht, da ich sonst viel früher hätte gehen müssen und trotzdem erst später daheim gewesen wäre.

Ja, ich finde das zur Zeit nicht wirklich fair und weiß auch nicht so recht, wie ich damit nun umgehen soll. Denn sonst konnte ich mich zumindest noch irgendwo hinsetzten und mich nett austauschen; soll das nun auch zu Ende gehen?

Daten: Verfasst von Muckel, am 15. August 2010, um 11:01 Uhr.
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was macht das »LEBEN« aus?

wie man meinem kleinen Blog entnehmen kann, ist mein sogenanntes »Leben« zur Zeit alles andere als leicht. Um das Positive daran mal wieder finden zu können, bin ich auf die Frage gestoßen, was »Leben« überhaupt ausmacht.

In der deutschen Wikipedia wird »Leben« so beschrieben:

Leben ist eine Eigenschaft, die Lebewesen von unbelebter Materie unterscheidet. Wesentliche Merkmale für Leben sind: Es ist in der Lage sich fortzupflanzen (in einer über eine bloße Kopie hinausgehenden Form der Evolution), es hat einen Stoffwechsel und es bildet nach außen abgeschlossene Gebilde.(…)

Ähnlich nüchtern, wissenschaftlich klingen auch andere Erklärungen, die zum Beispiel in unterschiedlichen Lexika zu finden sind. Diesem eher Wissenschaftlich geprägten Definitionen steht das gegenüber, was die verschiedenen Glaubensrichtungen als »Leben« bezeichnen.

Zudem hat noch jeder von uns eine andere Definition, Erklärung, Meinung, Sichtweise usw. dazu. Entstanden ist eine kleine “MindMap”, die ich gerne mit euren “Punkten” weiter führen würde, weshalb ich euch bitte, dass ihr mir als Kommentar eure spontanen Einfälle mitteilt.

Doch bis es soweit ist, erstmal der erste “Entwurf” meiner MindMap:
Leider kann ich die MindMap nicht online bearbeiten, weshalb ich nun eine Liste führe, die ich mit euren Gedanken, Definitionen, usw. erweitern möchte:

  • Bedürfnisse
    • angenommen werden
    • Erholung
    • Freunde treffen
    • geliebt werden
    • Hobby nachgehen können
    • kuscheln dürfen
    • mit Freunden sich austauschen können
    • schlafen können
    • zur Ruhe kommen dürfen
  • Funktionen (des Körpers)
    • Atmung
    • Bewegung
      • beugen
      • gehen
      • laufen
      • liegen
      • rennen
      • sitzen
      • stehen
      • strecken
    • Fühlen
    • halten, heben, greifen, festhalten
    • Hören
    • Kraft
    • Riechen
    • Schmecken
    • Sehen
  • Gefühle, Emotionen
    • Angst
    • Einsamkeit
    • Fernweh
    • Freude
    • Geniessen können
    • Glück
    • Heimweh
    • Hoffnung
    • lachen / Lachen können
    • Sehnsucht
    • Traurigkeit / traurig sein dürfen
    • wütend sein / wütend sein dürfen
    • Zuversicht
  • Glaube
  • Liebe
  • Ruhe, Entspannung
  • Sonstiges
    • basteln
    • helfen können
    • lesen
    • Musik
      • hören
      • selber machen
    • schreiben
      • Erlebnisse
      • Gedanken
      • Gefühle
      • uvm.
  • soziale Kontakte
    • Bekannte
    • Familie
    • Freunde
    • Kollegen
    • Nachbarn
    • Verwandtschaft
  • Stress, Anspannung, aktiv sein
  • Zufriedenheit

So, was fällt euch noch zu der Thematik »Leben«, »lebenswert« ein? Was ist euch wichtig, was macht euer Leben lebenswert?

Auch an anderer Stelle habe ich diese Frage gestellt und bin recht froh, dass es besonders in einem Rheuma-Forum sehr gutes Feedback gab:

Daten: Verfasst von Muckel, am 8. August 2010, um 20:00 Uhr.
Abgelegt unter: Gedanken, Rheuma
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Verfasst von Muckel.

Chronologie der letzten Erlebnisse

In den letzten Wochen hatte ich einiges mit meiner Gesundheit zu tun und dadurch war ich weniger im World-Wide-Web und dafür mehr in Krankenhäusern und bei Ärzten. An dieser Stelle wollte ich eigentlich “nur” über die Lungenembolie berichten, mit der alles anfing, doch die anderen Sachen werde ich hier auch aufführen:

  • Lungenembolie
  • Übelkeit mit Erbrechen
    • Erste Einweisung in das ehemalige städtische Krankenhaus in Salzgitter-Bad.
    • Zweite Einweisung in das ehemalige städtische Krankenhaus in Salzgitter-Bad.
    • Mehrere Termine bei meiner Hausärztin (Allgemeinmedizinerin).
    • Termin bei niedergelassenem Internisten.

Schon an dieser kurzen Auflistung kann man sehen, was in den letzten Wochen “los” war. Damit man alles richtig nachvollziehen kann, werde ich die “Ereignisse”  chronologisch beschreiben.


Wie in einigen Artikel schon berichtet, hatte ich in der Vergangenheit Probleme mit meiner wLuft. Die Probleme (Luftnot, Kurzatmigkeit) wurden in der Woche zu Pfingsten immer schlimmer und der »Gipfel« wurde am 21. Mai 2010 erreicht.

Wer die folgenden Zeilen liest,
sollte sich bewusst sein,
dass sie leider nicht gerade positiv sind.

Da ich niemanden belasten, beunruhigen oder ähnliches möchte,
bitte ich darum, dass ihr es euch vorher überlegt,
ob ihr die Erlebnisse lesen möchtet, oder nicht.

Die weiteren “Tage” folgen von Zeit zu Zeit.
Je nachdem, wie fit ich bin. Bitte nicht wundern.

Freitag, 21.05.2010
In dieser Woche wurde meine Kurzatmigkeit / Luftnot von Tag zu Tag immer schlimmer. Mein Lungenfacharzt hat mir daher für heute einen Notfalltermin angeboten, zu dem ich mit meiner Mutter gefahren bin, da ich alleine nicht mehr fit genug war. Wir sind mit dem Zug gefahren, da der Weg vom HBF Hannover zu der Praxis genauso lang / kurz war, wie der vom nächsten Parkplatz. Doch schon den Fußweg habe ich nicht geschafft, da bereits der Weg aus dem mittleren HBF zum Ausgang zu viel für meinen Körper war, weshalb wir ein Taxi genommen haben.

In der Praxis wollten sie zu erst die üblichen Voruntersuchungen machen. Das Röntgen habe ich mit gemacht, doch der Arzthelferin habe ich dabei schon gesagt, dass ich den “Lungen-Volum-Test” nicht schaffe. Daraufhin durfte ich mich in eine extra Kabine setzten und schon nach kurzer Zeit war der Arzt selbst da, der mir erstmal 2l Sauerstoff gab. Nachdem er sich das Röntgenbild anschaute und auch das Ergebniss der Sauerstoffsättigung bekommen hatte, sprach er kurz mit mir und meiner Mutter und hat daraufhin nur noch einen Krankentransport mit Sauerstoff bestellt und mich somit in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) eingewiesen.

In der Zentralen Notaufnahme angekommen wurde mir erstmal ein Zugang gelegt (zweimal daneben gestochen und dann mit hilfe von Ultraschall getroffen) und die Anamese (“Erkundungsgespräch) durchgeführt. Im Verlauf der Stunden wurden drei Untersuchungen gemacht:

  1. Röntgen des Herzen und der Lunge
  2. Es folgte ein Echo vom Herz. Dabei sahen sie eine Auffälligkeit, die sie aber nicht definieren konnten.
  3. Nach der nächsten Wartezeit wurde ein ct mit Kontrastmittel gemacht, wodurch die Ärzte (zum Glück) eine Lungenembolie festgestellt haben.

Die Zeit zwischen den Untersuchungen verbrachte ich auf dem Gang der Notaufnahme auf meiner Trage. Vom Lungenfacharzt aus bin ich alleine bzw. mit dem Krankentransport zur MHH. Meine Mutter ist zurück nach Salzgitter wg dem Auto und da sie noch arbeiten musste. Sie hat dann natürlich auch meine Schwester usw. informiert. Ich war noch nicht lange vom ct zurück, da waren sie (Eltern und Schwester) da.

Habe dann schon einen Spritzenautomaten mit Heparin bekommen, um das Blut zu verdünnen und sollte dann eigentlich nur noch warten, bis es auf die erste Station gehen sollte. Während wir gewartet haben, meinte ich nur noch zu meiner Familie, dass ich mal ‘nen Pfleger, Arzt brauche, da die Luft schlechter wird.

Daraufhin wurde ich direkt in den Reha-Raum geschoben und sämtliche Überwachungstechnik wurde angeschlossen. Bin Kalt-Schweißig geworden, musste erbrechen, Herz raste, Panik da Luft schlecht war. Die Ärzte holten den Professor des Fachbereiches dazu, der schon den Tag über informiert wurde. Er sah mich nur an und entschied, dass ich auf die Intensivstation kommen soll, wo sie mich direkt im Dauerlauf hin brachten.

Auf der Intensivstation wurde ich erstmal ausgezogen. Mir wurde ein Zugang in die Leiste gelegt (in die Vene und die Aterie), ich bekam Medikamente (Lysetherapie) und eine Maske mit Sauerstoff und einem Medikament, die gut tat.

Dieser Zusammenbruch war nicht ohne. Zum Glück haben sich die Ärzte für eine Therapie mit Medikamenten entschieden – die Alternative wäre eine große Operation gewesen, bei dem sie jedes Gefäß hätten “freiräumen” müssen.

Schon in den ersten Stunden ging es mir besser und ich habe laut den Schwestern auch ab und an geschlafen. Und sie konnten feststellen, das die Herzfrequenz sank, der Sauerstoff stieg und sie den zusätzlichen Sauerstoff reduzieren konnten.

Wäre ich in eines der Krankenhäuser hier in Salzgitter gegangen und wäre das dort passiert, wäre ich nun wohl nicht mehr in der Lage diese Zeilen zu schreiben.

Samstag, 22.05.2010
Heute ging es mir schon weit aus besser, wie gestern Abend, wo ich den Zusammenbruch hatte. Damit ich rund um die Uhr unter Kontrolle bin, blieb ich noch auf der Intensivstation. Da ich doch sehr erschöpft und müde war, hat mich das nicht weiter gestört.

Pünktlich zur Besuchszeit kamen meine Eltern und meine Schwester. Dadurch hatte ich nun auch meine Brille wieder, was sehr angenehm war. Als meine Familie sich auf den Rückweg machen wollte, habe ich sehr lieben Besuch von Ch. erhalten, die sich Sorgen gemacht hatte, da ich ihr nichts neues mitteilen konnte, außer der Nachricht vom gestrigen Vormittag, das ich in die MHH muss. Sie blieb auch eine ganze Weile, so dass ich durch unsere Unterhaltung auch ein wenig abgelenkt war.

Körperlich ging es auch besser. Der Sauerstoff konnte Stück für Stück weiter reduziert werden. Die Werte waren soweit in Ordnung. Über die Zugänge liefen die Infusionen, das Heparien und es wurde auch regelmäßig Blut abgenommen.

Sonntag, 23.05.2010
Aufgewacht bin ich noch auf der Intensivstation. Der Vormittag wurde damit verbracht, dass ich mich soweit es ging frisch machen konnte und ein wenig Frühstücken konnte.

Ein Arzt entfernte den einen Leisten-Zugang zur Arterie. Dies war nicht so angenehm. Denn er musste eine ½ Stunde mit vollem Körpergewicht auf die Stelle drücke, wo der Zugang war, um die Blutung ein wenig zu stoppen. Im Gegensatz zu einer Venen ist bei einer Arterie richtig “druck” dahinter, wie er mir erklärte. Diesen Vorgang hat er dann gemeinsam mit der Schwester beendet und einen sehr festen Druckverband angelegt.

Nun hieß es noch etwas warten, bis der “Transport” kam und mich gemeinsam mit der Schwester auf die Station gebracht hat. In der MHH gibt es für diesen Bereich einen eigenen Fachbereich, der sich Pneumologie nennt.

Am Nachmittag wieder Besuch von meiner Familie, die sich gewundert hatten, dass ich schon auf die Station kam. Das Wassereis, welches sie mir mit gebracht hatten, schmeckte mir sehr gut, da es erfrischend war.

Montag, 24.05.2010
Medizinisch gab es heute kaum was zu berichten. Lediglich der Druckverband wurde entfernt, was angenehm war, da so nichts mehr in der Leiste drückt bzw. nicht mehr so stark.

Heute waren meine Eltern zu Besuch da, was sich auch noch passte, da meine Mutter heute noch frei hatte, wegen Pfingsten.

Dienstag, 25.05.2010
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Mittwoch, 26.05.2010
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Donnerstag, 27.05.2010
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Freitag, 28.05.2010
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Samstag, 29.05.2010
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Sonntag, 30.05.2010
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Montag, 31.05.2010
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Dienstag, 01.06.2010
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Mittwoch, 02.06.2010
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Donnerstag, 03.06.2010
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Freitag, 04.06.2010
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Samstag, 05.06.2010
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Sonntag, 06.06.2010
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Montag, 07.06.2010
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Dienstag, 08.06.2010
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